SoftBank Hikari kündigen: Anruf Pflicht, Warteschleife, Geräterückgabe und Rückbau (30 Minuten)

Ich habe gerade meinen SoftBank-Hikari-Anschluss (SoftBanks Glasfaser-Internet in Japan) gekündigt.

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Fazit: Auch im August 2026 geht die Kündigung nur per Telefon

Ich habe gerade meinen SoftBank-Hikari-Anschluss (SoftBanks Glasfaser-Internet in Japan) gekündigt.

Zuerst das Wichtigste.

Stand August 2026 muss die endgültige Kündigung von SoftBank Hikari weiterhin telefonisch erfolgen.

In My SoftBank (dem Online-Kundenkonto) kannst du die Kosten bei Kündigung, den Restbetrag der Installationskosten und die Vorteile, die verfallen, einsehen und sogar einen Rückruf vom Support buchen. Aber das abschließende „Ich kündige" musst du am Telefon sagen.

Die offizielle Hotline nur für Kündigungen ist 0800-111-6710. Sie ist 10:00-19:00 Uhr besetzt, an 365 Tagen im Jahr.

Laut offizieller Auskunft liegt der wählbare Kündigungstermin „ab dem 6. Werktag nach deinem Anruf und höchstens 90 Tage danach". Wenn du das Internet bis zum Umzugstag nutzen willst, lege zuerst das Abschaltdatum fest und benutze die Geräte bis dahin einfach weiter.

Diesmal dauerte es vom Wählen bis zum Abschluss etwa 30 Minuten.

Die Mitarbeiterin war höflich und freundlich.

Das Problem ist das Verlies, das man durchqueren muss, um überhaupt zu ihr zu gelangen.

1. Vor dem Anruf: Kosten in My SoftBank prüfen

Zuerst gibt es hauptsächlich drei Dinge zu prüfen:

  • Die Vertragsauflösungsgebühr
  • Den Restbetrag der Installationskosten
  • Die ungefähre Gesamtsumme, die bei Kündigung anfällt

Bei Verträgen, für die die aktuelle Regelung gilt, wurde die Auflösungsgebühr auf etwa eine Monatsgrundgebühr gesenkt. Im Vergleich zum alten Eindruck „Glasfaser kündigen kostet um die 10.000 Yen" wurde sie ordentlich abgeschwächt.

Gratis ist es trotzdem nicht unbedingt.

Der Betrag hängt davon ab, wann du abgeschlossen hast, wann die Verlängerung ansteht, welchen Tarif du hast und wie viel von den Installationskosten noch offen ist.

Schau dir die Zahlen an, bevor du anrufst. Das ist deine erste Rüstung.

2. Anrufen. Hier beginnt Final Fantasy

Wenn viel los ist, wartet man.

Diesmal lief in der Warteschleife das Hauptthema von Final Fantasy.

Ich will nur kündigen, und der Aufbruch ist viel zu episch.

„Zurzeit ist die Leitung stark ausgelastet."

Dann das FF-Hauptthema.

Ich bin nicht hier, um Kristalle zu sammeln. Ich will nur meinen Festnetz-Internetanschluss abstellen.

Der praktische Umgang damit:

Lautsprecher an und das Handy hinlegen.

Du musst nicht 10 oder 20 Minuten lang das Telefon ans Ohr halten. Pack nebenbei Kartons, ändere deine Adresse, bearbeite E-Mails. Du kannst auch zur Toilette gehen. Du musst nicht ein Ohr und beide Hände für diese Pflicht-Warteschlange opfern.

3. Wenn du durchkommst, frag alles auf einmal

Wenn du wegen eines Umzugs kündigst, frag alles Folgende in einem Rutsch:

  • Das gewünschte Abschaltdatum
  • Bis wann an diesem Tag das Internet noch funktioniert
  • Die Vertragsauflösungsgebühr
  • Den Restbetrag der Installationskosten
  • Die Schlussrechnung
  • Noch laufende Zusatzoptionen
  • Ob ein Rückbau nötig ist
  • Welche SoftBank-Geräte zurückgegeben werden müssen
  • Welche NTT-Geräte zurückgegeben werden müssen
  • Wohin das NTT-Rückholset geschickt wird

Wenn du das Internet bis zum Morgen des Umzugstags nutzen willst, sag das ausdrücklich.

Das Internet wird nicht in dem Moment abgeschaltet, in dem du die Kündigung einreichst. Zieh also den ONU (das Glasfasermodem an der Wand) nicht zu früh ab, um ihn in einen Karton zu versiegeln. Damit würdest du dir selbst die Leitung kappen.

4. Bei der Rückgabe „SoftBank" und „NTT" trennen

Hier wird es unübersichtlich.

Geräte mit SoftBank-Logo

Das typische Beispiel ist die Hikari-BB-Einheit (SoftBanks Router).

Als typische Rückgabeartikel nennt die offizielle Auskunft die Hikari-BB-Einheit selbst, das Netzteil, das LAN-Kabel, das Telefonkabel und Ähnliches.

Für gemietete SoftBank-Geräte kommt grundsätzlich kein Rückholset.

Du besorgst selbst einen Karton, verpackst selbst und schickst auf eigene Kosten zurück.

Das Porto zahlst du also selbst.

Anruf, Warten, unter Umständen die Auflösungsgebühr und zum Schluss das Porto.

Bis zum Ende gibt es Schaden.

Übrigens steht in den offiziellen FAQ: Wenn du die Kabel verloren hast, genügt es, das Hauptgerät zurückzugeben, und allein wegen des fehlenden Zubehörs fällt keine Vertragsstrafe an.

Geräte mit NTT-Logo

ONU, Home-Gateway und Ähnliches gehen einen anderen Weg.

Diese werden mit einem NTT-Rückholset zurückgegeben.

Pack sie nicht in den Karton mit den SoftBank-Geräten.

Wenn dein Umzug und die Ankunft des Sets zusammenfallen könnten, frag am Telefon, ob man es an die neue Adresse schicken kann.

5. Fernabschaltung und physischer Rückbau sind zwei verschiedene Dinge

Je nach Vertrag und Einrichtungen kann NTT die Leitung manchmal aus der Ferne abschalten. Dann muss niemand vor Ort sein.

In einer Mietwohnung können aber die Glasfaserdose und das Glasfaserkabel in der Wohnung bleiben.

Da kommt die Hausverwaltung ins Spiel.

Sagt die Hausverwaltung „kann so bleiben", kannst du manchmal ohne Rückbau ausziehen.

Verlangt sie dagegen den Rückbau, um die Wohnung in den Ursprungszustand zu versetzen, kann ein Techniker-Einsatz nötig sein, bei dem du anwesend sein musst.

Laut den offiziellen FAQ kann auch die Hausverwaltung dich vertreten, wenn du nicht anwesend sein kannst, oder du ziehst aus und lässt die Einrichtungen drin. Wenn sich vor Ort nicht klären lässt, ob jemand dabei sein muss, wird das mitunter später per SMS oder schriftlich mitgeteilt.

Wenn du zur Miete wohnst, frag also nicht nur SoftBank, sondern auch die Hausverwaltung, ob die Glasfaser-Einrichtungen bleiben dürfen.

6. Wenn du bis zum Umzugstag nutzt, nicht mit der Rückgabe hetzen

Die sichere Reihenfolge:

  1. Das Kündigungsdatum auf den Umzugstag legen
  2. ONU und Router bis zuletzt benutzen
  3. Kabel direkt vor dem Heraustragen abziehen
  4. Alles in einen Karton legen, der klar als „Rückgabe" erkennbar ist
  5. In die neue Wohnung mitnehmen
  6. Von dort auf dem vorgegebenen Weg zurückschicken

Halte die Rückgabefrist ein. Und versiegle die Hikari-BB-Einheit nicht ganz unten in einem Umzugskarton.

7. Manche Zusatzoptionen müssen separat gekündigt werden

SoftBank weist offiziell darauf hin, dass manche Dienste wie Netflix oder Hikari TV unter Umständen selbst gesondert gekündigt werden müssen.

Wenn du deine Festnetznummer weiter nutzen willst, solltest du das ebenfalls vorher klären.

Und wer über den Yahoo!-BB-Basisdienst eine @ybb.ne.jp-Adresse nutzt, sollte wissen, dass sie nach der Kündigung nicht mehr funktioniert.

Frag am Telefon:

„Gibt es in meinem Vertrag noch Optionen, die ich separat kündigen muss?"

8. Auch bei gutem Service wird die Kündigungserfahrung separat bewertet

Der Telefonservice war diesmal gut.

Auch die Erklärungen waren freundlich.

Gerade deshalb sollte man die einzelne Mitarbeiterin und das Design des Kündigungsprozesses getrennt bewerten.

Die Vertragsdaten kann man im Web sehen. Die Identität lässt sich prüfen. Die Kosten kann man einsehen. Einen Anruf kann man buchen.

Trotzdem läuft die Kündigung selbst übers Telefon.

Ist viel los, wartet man.

Der ganze Ärger, der sich dabei ansammelt („Pflichtanruf", „Wartezeit", „Auflösungsgebühr", „Rückgabe", „Porto"), landet am Ende bei der Mitarbeiterin im Callcenter.

Es ist eine Struktur, in der menschliche Mitarbeiter die Reibung des Service-Designs auffangen.

Wenn jemand, der den Dienst etwa sechs Jahre genutzt hat, in diesen letzten 30 Minuten denkt „nächstes Mal nehme ich einen anderen Anbieter", ist das auch unter dem Gesichtspunkt der Kundenbindung schade.

9. Die kürzeste Checkliste

Vor dem Anruf:

  • In My SoftBank Auflösungsgebühr und Restbetrag der Installation prüfen
  • Kündigungsdatum festlegen
  • Entscheiden, ob du das Internet bis zum Umzugstag nutzt
  • Auswirkungen auf Festnetz, E-Mail und Zusatzoptionen prüfen
  • Bei Miete die Hausverwaltung fragen, ob die Glasfaser-Einrichtungen bleiben dürfen

Während des Anrufs:

  • Lautsprecher einschalten
  • Beim Warten etwas anderes erledigen
  • Das Kündigungsdatum klar nennen
  • Den Zeitpunkt der Abschaltung bestätigen lassen
  • Klären, ob ein Rückbau nötig ist
  • SoftBank-Rückgaben und NTT-Rückgaben getrennt bestätigen lassen
  • Zieladresse des NTT-Rückholsets bestätigen lassen
  • Separat zu kündigende Optionen bestätigen lassen
  • Schlussrechnung bestätigen lassen

Nach dem Anruf:

  • SMS und Unterlagen prüfen
  • Die Geräte bis zum letzten Tag nutzen
  • SoftBank-Geräte selbst verpacken
  • NTT-Geräte mit dem Rückholset zurückgeben
  • Rückbau nur, wenn nötig
  • Einen Nachweis der Rückgabe aufbewahren

Fazit: Schwierig ist nicht die Kündigung, sondern alles drumherum

„Ich kündige" zu sagen, ist leicht.

Wenn aber Warteschleife, Identitätsprüfung, Auflösungsgebühr, Abschalttermin, Geräte sortieren, Rückgabe, Porto, Rückholset, Hausverwaltung, Rückbau und Optionsprüfung aneinanderhängen, wird daraus ein Ereignis, das locker mehr als 30 Minuten dauert.

Die Strategie ist einfach.

Telefon auf Lautsprecher. Beim Warten etwas anderes machen. Rückgaben nach SoftBank und NTT trennen. Bei Miete die Hausverwaltung fragen, ob die Glasfaser-Einrichtungen bleiben dürfen.

Auch wenn die Warteschleifenmusik episch ist, musst du nicht selbst zum Abenteurer werden.

Du kündigst nur dein Internet.


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