Neue Wohnung bezogen. Tür auf. Mücke. Schon wieder. Mücke. Mücke. Mücke. „Sind das nicht ein bisschen viele im Gemeinschaftsbereich?“
Zuerst will man das eigene Zimmer zur Festung ausbauen. Aber auch vor den anderen Wohnungen sitzen welche. Damit wird aus einem Kleinkrieg ein Fall fürs ganze Gebäude. Das japanische Umweltministerium nennt als mögliche Brutstätten selbst winzigste Wassermengen, etwa Untersetzer von Blumentöpfen, leere Dosen, Plastikplanen, alte Reifen und Regenwasserschächte. Auch die Kommunen nennen als Grundmaßnahmen, stehendes Wasser zu beseitigen, Regenwasserschächte zu pflegen und Gras zu mähen.
Man sollte aber nicht behaupten „Dieser Abfluss ist der Schuldige“. Abflüsse, Regenwasserschächte, Bepflanzung, Behälter und feuchte Bereiche um Anlagen herum sind Kandidaten zum Nachsehen. Statt im Gemeinschaftsbereich eigenmächtig große Mengen Insektizid zu versprühen, gibt man die Beobachtung an die Hausverwaltung weiter.
Entschuldigen Sie, dass ich mich gleich nach dem Einzug melde: Im Gemeinschaftsflur sind ziemlich viele Mücken, und ich habe sie auch vor anderen Wohnungen gesehen. Könnten Sie bitte einmal prüfen, ob es Stellen wie Abflüsse oder Pfützen gibt, die als Brutstätte infrage kommen?
Das ist keine Beschwerde-Salve, sondern eine Schilderung des Phänomens plus eine Bitte um Prüfung. Gerade direkt nach dem Einzug kann man sagen: „Von Anfang an war es so.“ Bis dahin hält man die Wohnungstür nur kurz offen und nutzt Fliegengitter und Mückenschutzmittel wie auf der Packung angegeben.
Im Krieg gegen die Mücken braucht man keinen Mut. Man braucht Scope-Management, also eine saubere Abgrenzung dessen, was man selbst angeht und was die Verwaltung.

