Viele Menschen warten sehnsüchtig auf das vollautonome Fahren.
Aber was ich mir wirklich wünsche, ist nicht einfach „ein Auto, das man nicht selbst fahren muss".
Mein Wunsch geht viel weiter.
Abends ins Auto steigen.
Auf einem Futon schlafen.
Das Auto fährt von selbst.
Morgens wacht man in einem Thermalort, am Meer oder in den Bergen auf.
Dann geht es gleich locker auf Entdeckungstour.
Wenn man müde wird, schläft man wieder im Auto.
Abends Zocken oder Manga lesen im Wagen.
Am nächsten Morgen ist man schon wieder woanders.
Anders gesagt: Was ich will, ist kein Auto, sondern eine rollende Futon-Basis.
Nicht fahren zu müssen reicht nicht.
Ich will nicht auf einem Sitz dösen, ich will auf einem Futon schlafen.
Wenn das Wirklichkeit würde, bekäme Reisen eine ganz neue Bedeutung.
Der Nachtbus löst nur das Problem „nicht selbst fahren"
Das klassische Beispiel für lange Strecken ist der Nachtbus.
Abends einsteigen, morgens am Ziel ankommen.
Auf den ersten Blick klingt das fast ideal.
In Wirklichkeit ist es aber ziemlich anders.
Im Nachtbus muss man nur nicht selbst fahren.
Als Schlafplatz hat er jede Menge Einschränkungen.
- Man schläft im Sitzen
- Man kann sich nicht umdrehen
- Beim Sitznachbarn braucht man Losglück
- Es ist laut
- Es vibriert
- Nacken und Rücken tun leicht weh
- Man wacht mit steifem Körper auf
- Es ist kein richtig privater Raum
- Wenig Freiheit bei Gepäck und Körperhaltung
Der Nachtbus ist also ein praktisches Verkehrsmittel, aber nicht „auf dem Futon schlafen und am Ziel aufwachen".
Was ich wirklich will, ist nicht bloß Fortbewegung.
Es ist Reisen, das als Schlaf wirklich funktioniert.
Gewünscht ist kein „Auto", sondern ein „Schlafzimmer auf Rädern"
Das ideale vollautonome Fahrzeug ist wohl weniger ein Auto als ein kleines Zimmer.
Es braucht:
- Man kann sich hinlegen
- Man kann sich umdrehen
- Temperaturregelung
- Gute Schalldämmung
- Das Licht lässt sich dimmen
- Keine Unruhe, auch wenn man nicht auf die Straße schaut
- Toilettenpausen und Ladeplanung laufen automatisch
- Man wacht am Ziel auf
- Auch nach der Ankunft taugt es als Ruhebasis
- Im Wagen kann man zocken, Manga lesen, am Handy sein oder ein Nickerchen machen
So in etwa.
Das ist nicht einfach ein Auto.
Es ist ein Schlafzimmer auf Rädern.
Es ist eine rollende Futon-Basis.
Wenn diese Technik kommt, verändert sich das Reisen enorm.
Fahrzeit wird vom „Kräfteverzehr" zu „Schlaf und Erholung"
Unterwegs zu sein ist heute ziemlich anstrengend.
Wer selbst fährt, muss ständig aufmerksam sein.
Man kann nicht schlafen.
Man kann nicht aufs Handy schauen.
Man kann nicht spielen.
Man kann keinen Manga lesen.
Nicht mal einen Artikel schreiben.
Auch wenn man müde ist, muss man sich konzentrieren.
Und das Unfallrisiko trägt man auch noch.
Selbst auf dem Beifahrersitz oder im Bus gibt es die Reisekrankheit.
Wer aufs Handy schaut, dem wird übel.
Das Geruckel macht Konzentration schwer.
Man kann nur sitzen und schlafen.
Aber in einer vollautonomen rollenden Futon-Basis sieht die Fahrzeit anders aus.
Unterwegs schlafen.
Unterwegs erholen.
Unterwegs spielen.
Unterwegs ein bisschen arbeiten.
Die Fahrt selbst wird zur freien Zeit.
Das ist ein großer Punkt.
Wichtiger als schnell anzukommen ist es, unterwegs nicht zu verschleißen.
Wenn das kommt, kann man ständig reisen
Wenn die rollende Futon-Basis Wirklichkeit wird, wird Reisen mit einem Schlag viel leichter.
Zum Beispiel:
Abends zu Hause baden.
Im Auto auf den Futon legen.
Schlafen.
Morgens ist man in einem Thermalort.
Frühstücken.
Ein bisschen Sightseeing.
In ein Café gehen.
Wird man müde, schläft man im Auto.
Am Abend geht es in die nächste Stadt.
Nachts im Auto zocken.
Wieder schlafen.
Am nächsten Morgen ist man am Meer.
Das ist eigentlich keine Reise mehr, sondern eine Erweiterung des Alltagsradius.
Die Last der Hotelbuchung wird kleiner.
Die Erschöpfung durch lange Autofahrten wird kleiner.
Der Widerwille gegen lange Fahrzeiten wird kleiner.
Man muss sich nicht erst mit „los, wir fahren in den Urlaub" aufraffen, man fährt einfach im Schlaf.
Wenn diese Zukunft kommt, würden sich meiner Meinung nach sehr viele Menschen ständig bewegen.
Ich zumindest wäre dauernd unterwegs.
Statt fliegender Autos bitte erst mal das hier richtig anpacken
Wenn von Fahrzeugen der Zukunft die Rede ist, kommen oft „fliegende Autos" vor.
Natürlich haben auch fliegende Autos etwas Traumhaftes.
Man könnte Staus umgehen.
Fahrzeiten verkürzen.
Reisen zwischen Städten würden sich verändern.
Vielleicht lassen sie sich auch bei Katastrophen oder für Notfalltransporte nutzen.
Die FAA, die US-Luftfahrtbehörde, nennt im Zusammenhang mit Advanced Air Mobility ebenfalls elektrische, automatisierte Fluggeräte mit senkrechter Start- und Landefähigkeit sowie Lufttaxis.
Fliegende Autos haben also durchaus technischen und gesellschaftlichen Sinn.
Aber wenn ich nach dem gehe, was das Leben am meisten verändert, denke ich persönlich so:
Fliegen muss es nicht. Bring mich erst mal sicher ans Ziel, während ich schlafe.
Erholung vor Geschwindigkeit.
Lieber auf einem Futon schlafen als fliegen.
Mehr als schnell anzukommen, will ich unterwegs meine Zeit und Kraft nicht verlieren.
Wenn ich im selbstfahrenden Auto schlafend ans Ziel komme, verändert allein das mein Leben schon ziemlich.
Erst die rollende Futon-Basis, dann das fliegende Auto.
Genau da wünsche ich mir vollen Einsatz.
Realität 1: Teslas FSD ist heute „beaufsichtigt"
Wie weit ist die Realität also?
Teslas Full Self-Driving klingt allein vom Namen her nach vollautonomem Fahren.
Offiziell heißt es aber Full Self-Driving (Supervised).
Also: beaufsichtigt.
Tesla selbst erklärt, FSD sei ein Fahrassistenzsystem für einen voll aufmerksamen Fahrer und mache aus einem Tesla kein vollständig autonomes Fahrzeug.
In einem heutigen Tesla geht deshalb Folgendes nicht:
- Schlafen
- Dauerhaft aufs Handy starren
- Auf der Rückbank entspannen
- Sich auf einem Futon hinlegen
- Am Ziel aufwachen
Ich denke zwar „Elon, gib Gas".
Aber im Moment ist es noch kein Auto, in dem man schlafen darf.
Realität 2: Waymos Robotaxis sind schon ziemlich nah dran
Auf der anderen Seite sind Robotaxis wie die von Waymo schon ziemlich real.
In einigen Gebieten fahren sie tatsächlich als autonome Taxis ohne Fahrer.
Als „Fortbewegung ohne selbst zu fahren" ist das schon recht nah dran.
Man muss nicht selbst fahren.
Auf dem Fahrersitz sitzt kein Mensch.
Es bringt einen zum Ziel.
Das fühlt sich definitiv nach Zukunft an.
Aber es ist noch etwas anderes als „im eigenen Auto auf den Futon legen und schlafen".
Robotaxis sind im Grunde für Fahrten innerhalb der Stadt gedacht.
Einsteigen.
Hinsetzen.
Am Ziel ankommen.
Aussteigen.
Das ist kein Schlafzimmer.
Es ist keine rollende Futon-Basis für Fernreisen.
Ein Teil des autonomen Fahrens ist also schon ziemlich real.
Aber bis zum Ideal „einschlafen und am Urlaubsort aufwachen" ist es noch ein Stück.
Realität 3: Auch in Japan gilt der Gurt auf allen Sitzen als Voraussetzung
Eine große Mauer der Realität ist der Sicherheitsgurt.
In Japan wird auf allen Sitzen, auch hinten, das Anlegen des Gurts verlangt.
Auch die japanische Nationale Polizeibehörde ruft dazu auf, auf allen Sitzen einschließlich der Rückbank den Gurt anzulegen, und stellt klar, dass das auf der Rückbank auf allen Straßen Pflicht ist.
Das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus erklärt zudem, dass seit dem 1. Juni 2008 durch das geänderte Straßenverkehrsgesetz der Gurt auf allen Sitzen Pflicht ist.
In einem normalen Auto von heute ist es daher schwierig, sich während der Fahrt auf einen Futon zu legen und zu schlafen.
Möglich ist nur:
- Sich auf einen Sitz setzen
- Den Gurt richtig anlegen
- Die Lehne zurückstellen und schlafen
Das war es auch schon.
Vom Ideal, sich hinzulegen und auf einem Futon zu schlafen, ist das weit entfernt.
Vielleicht ist die „Sicherheitsnorm für Liegen" die größere Mauer als das autonome Fahren
Das ist der wichtige Punkt.
Selbst wenn vollautonomes Fahren klappt, wird daraus allein noch keine rollende Futon-Basis.
Denn es bleibt die Frage, wie man einen liegend schlafenden Menschen schützt.
Nötig wären zum Beispiel:
- Eine Vorrichtung, die den Körper auch im Liegen fixiert
- Gurte, die für Liegen gedacht sind
- Airbags, die für Liegen gedacht sind
- Eine Liegestruktur, bei der der Körper bei einem Aufprall nicht herausgeschleudert wird
- Umdrehen und Rückhaltung unter einen Hut bringen
- Lösungen für Seiten-, Rücken- und Bauchlage
- Kopfschutz bei einer Vollbremsung
- Sicherheitsnormen für die Innenraumaufteilung
- Gesetzliche Regelungen
- Klärung von Versicherung und Haftung
Das Problem ist also nicht nur das autonome Fahren.
Es braucht Technik, mit der man im Schlaf sicher befördert wird.
Vielleicht ist das sogar schwieriger als vollautonomes Fahren.
Auch ein Wohnmobil ist nicht das Gleiche wie Futon-Schlaf während der Fahrt
Man könnte denken: Im Wohnmobil kann man doch schlafen.
Stimmt, Wohnmobile haben ein Bett.
Aber das ist im Grunde für den Stand gedacht.
Während der Fahrt sollen die Insassen auf Sitzen mit Gurt sitzen.
Ein Wohnmobil ist also ein „Auto, in dem man übernachten kann", aber kein „Auto, in dem man während der Fahrt sicher auf einem Futon schläft".
Auch das ist wichtig.
Ich will nicht im Auto übernachten.
Ich will schlafend unterwegs sein, während das Auto fährt.
Trotzdem wohl früher da als ein Teleporter
Trotzdem gibt es Hoffnung.
Es dürfte früher kommen als ein Beamgerät.
Beamen ist nach den Gesetzen der Physik sehr weit weg.
Aber autonomes Fahren und Innenraum-Sicherheit liegen zumindest auf demselben Weg.
Fahrassistenz gibt es schon.
Robotaxis gibt es schon.
Die KI fürs autonome Fahren macht Fortschritte.
Auch die Gestaltung des Innenraums macht Fortschritte.
Die Sicherheit fürs Liegen kann, wenn man will, ein Forschungsthema werden.
Deshalb dürfte die rollende Futon-Basis vor dem echten Beamen kommen.
Die Reihenfolge wird aber wohl so aussehen:
- Die Fahrassistenz wird besser
- Robotaxis breiten sich in einigen Städten aus
- Autonomes Fahren kommt unter begrenzten Bedingungen voran, etwa auf Autobahnen
- Auch im Privatauto wächst die Zeit, in der man vom Fahren befreit ist
- Der Innenraum wird zum Wohnzimmer
- Sicherheitsnormen für Liegen werden geschaffen
- Die rollende Futon-Basis erscheint
Es ist noch ein Stück hin.
Aber ich glaube, es ist nicht nur ein Hirngespinst.
Toyota, Tesla, Waymo, egal wer: bitte legt los
Ehrlich gesagt ist es mir egal, wer sie baut.
Toyota passt.
Tesla passt.
Waymo passt.
Ein chinesischer Hersteller passt.
Ein unbekanntes Start-up passt auch.
Hauptsache, ich bekomme:
Eine legale, sichere rollende Futon-Basis, in der man schläft und am Ziel aufwacht.
Toyota, ran an die Arbeit.
Elon, ran an die Arbeit.
Waymo, ran an die Arbeit.
Fliegende Autos sind schön, aber ich bitte erst um dieses hier.
Fliegen muss es nicht.
Ich will mich hinlegen und schlafen.
Mit dieser Technik verändert sich das Leben
Wenn die rollende Futon-Basis kommt, verändert sich das Leben ziemlich stark.
Besonders für Menschen, die frei leben wollen, ist das reizvoll.
- Die Hürde für Reisen sinkt
- Die Erschöpfung durch lange Autofahrten verschwindet
- Hotelbuchungen belasten weniger
- Man kann unterwegs schlafen
- Das Auto wird zum eigenen Zimmer
- Land und Natur sind leichter erreichbar
- Thermen, Meer, Berge und Café-Touren werden leichter
- Man kann unterwegs arbeiten oder Artikel schreiben
- Die Grenze zwischen Zuhause und Reise verschwimmt
Das ist nicht nur eine Revolution im Verkehr.
Es ist eine Revolution des Lebensradius.
Reisen heute heißt: planen, buchen, fahren, erschöpft sein, übernachten, zurückkehren.
Mit einer rollenden Futon-Basis rückt Reisen viel näher an den Alltag.
Schlafen.
Aufwachen.
Unterwegs sein.
Spielen.
Wieder schlafen.
Ziemlich ideal.
Realistische Zwischenstufen
Die vollständige rollende Futon-Basis ist noch weit weg.
Zwischenstufen sind aber denkbar.
1. Ein sehr bequemes autonomes Auto mit stark neigbaren Sitzen
Man sitzt auf einem Sitz, kann ihn aber ziemlich weit nach hinten neigen und schlafen.
Der Gurt bleibt angelegt.
Kein richtiger Futon, aber bequemer als ein Nachtbus.
2. Autonome Robotaxis für die Langstrecke
Robotaxis, die nicht nur in der Stadt, sondern auch zwischen Städten fahren.
Weniger zum Schlafen als für lange Strecken ohne Selbstfahren.
3. Autonome Wohnmobile
Während der Fahrt sitzt man mit Gurt auf dem Sitz.
Im Stand übernachtet man im Fahrzeug.
Das macht Fortbewegung und Unterkunft deutlich leichter.
4. Langsame Liegefahrzeuge auf Sonderstrecken
Nicht auf der Autobahn, sondern auf begrenzten Strecken oder eigenen Spuren fahren Fahrzeuge, in denen man liegen kann.
Am Anfang ist das vielleicht realistischer.
5. Autonome Schlafbusse
Sie könnten sogar vor dem Privatauto kommen, als Schlafbus oder Schlaf-Shuttle.
Die Idee ähnelt dem Schlafwagen bei der Bahn.
Allerdings müsste eine sichere Rückhaltevorrichtung entwickelt werden.
Zuerst braucht es Forschung zum „Schlafen unterwegs"
Wofür ich mir künftig vollen Einsatz wünsche, ist nicht nur autonomes Fahren.
Es geht darum, wie man Menschen schützt, die schlafend unterwegs sind.
An Forschungsthemen mangelt es nicht.
- Aufprallsicherheit in Schlafhaltung
- Gurte für Liegen
- Airbags für Liegen
- Fahrwerk mit geringen Vibrationen
- Beschleunigungs- und Bremssteuerung, die weniger Übelkeit auslöst
- Fahrsteuerung, die den Schlaf nicht stört
- Privatsphäre und Sicherheit vereinbaren
- Benachrichtigung zum Aufwachzeitpunkt
- Toilettenpausen und Ladeplanung
- Schutz vor Kriminalität während des autonomen Fahrens
- Versicherung für Langstrecken-Robotaxis
Kommt das voran, wird „schlafend reisen" schon ziemlich greifbar.
Es genügt nicht, dass das Auto einfach von selbst fährt, es muss so fahren, dass Menschen dabei schlafen können.
Genau da wünsche ich mir vollen Einsatz.
Fazit: Fliegen muss nicht sein. Ich will auf dem Futon schlafen und unterwegs sein.
Dass ich auf vollautonomes Fahren hoffe, liegt nicht nur daran, dass Fahren bequemer wird.
Was ich wirklich will, ist, keine Reisezeit zu verlieren.
Sich nicht aufs Fahren konzentrieren müssen.
Aufs Handy schauen dürfen.
Zocken dürfen.
Manga lesen dürfen.
Schlafen dürfen.
Aufwachen und schon am Ziel sein.
Wenn das geht, wird Reisen mit einem Schlag viel leichter.
Allerdings ist die heutige Realität noch weit davon entfernt.
Teslas FSD ist beaufsichtigt.
Waymos Robotaxis sind weit, aber vor allem für Fahrten in der Stadt gedacht.
In normalen Autos gilt der Gurt auf allen Sitzen als Voraussetzung.
Um liegend auf einem Futon zu schlafen, braucht es Sicherheitsnormen für Liegen.
Trotzdem dürfte es früher kommen als ein Beamgerät.
Auch fliegende Autos haben ihren Traum.
Aber persönlich wünsche ich mir zuerst vollen Einsatz für:
Ein Auto, mit dem man schlafend sicher unterwegs sein kann Eine rollende Futon-Basis, in der man einschläft und am Urlaubsort aufwacht
Ob Toyota, Tesla oder Waymo, ist egal.
Hauptsache, ich darf auf dem Futon schlafen und werde bis ans Ziel gebracht.

