Du verlässt die Arbeit pünktlich. Der neue Job ist interessant, und du fühlst dich nicht besonders erschöpft. Trotzdem ist der Abend nach Heimweg, Essen und ein wenig Herumsitzen plötzlich vorbei.
Vielleicht ist nicht die Ausdauer das Problem, sondern die Zahl der Stunden, über die du selbst bestimmen kannst.
Eine Pause zwischen Jobs wird zum eigenen Überstundenbetrieb
Stell dir eine Zeit ohne festen Job vor. Endlich Freiheit! Du entwickelst kleine Apps, automatisierst das Veröffentlichen von Artikeln, recherchierst spannende Themen und bereitest den nächsten Lebensabschnitt vor.
Kein Chef verlangt Überstunden. Trotzdem entstehen nach jedem abgeschlossenen Projekt gleich drei neue Ideen. Also machst du weiter, weil es dir Spaß macht.
Chef und Angestellter sind dabei dieselbe Person. Wer sich über die Arbeitsbedingungen beschweren möchte, muss mit dem Spiegel reden. Freude an der Arbeit hält die Uhr nicht an.
Ein neuer Job beansprucht einen festen Teil des Tages
Am Anfang begegnen dir unbekannte Programme und Begriffe. Wer Fragen während der Erklärungen notiert, sie mit einem erlaubten KI-Werkzeug nachschlägt und weiter nachfragt, kann schon im Arbeitsalltag viel verstehen.
Private Projekte lassen sich außerdem teilweise automatisieren.
Doch schnellere Aufgaben bedeuten nicht, dass die Zeit im Job verschwindet. Fahrtwege, Mahlzeiten, Schlaf und kleine Erledigungen bleiben. Zehn kurze Entscheidungen brauchen ebenfalls Zeit.
KI kann Aufgaben beschleunigen, aber aus 24 Stunden keine 30 machen.
Schläfrig sein und erschöpft sein sind nicht dasselbe
Man kann tagsüber hellwach sein und nach dem Abendessen schläfrig werden. Essen, Aktivitätswechsel, Schlafrhythmus und Koffein können eine Rolle spielen. Diese Beobachtungen erlauben keine eindeutige Ursache.
Dauerhaft Schlaf zu kürzen ist keine gute Lösung. Erschöpfungsgefühl, Schläfrigkeit und fehlende Selbstbestimmung über die Freizeit sollte man getrennt betrachten.
Auch der innere Chef braucht Feierabend
Fragen möglichst während der Arbeit klären, neue Ideen notieren statt alle noch heute anzufangen und Zeit für Schlaf und Leerlauf lassen.
Wenn jede durch Automatisierung gewonnene Stunde mit neuen Aufgaben gefüllt wird, entsteht keine freie Zeit.
Der Arbeitgeber lässt dich pünktlich gehen. Doch der kleine Firmenchef im Kopf ruft: „Perfekt! Schicht zwei beginnt!“
Im Büro auszustempeln ist leicht. Die eigenen Ambitionen in den Feierabend zu schicken, muss man selbst entscheiden.
