Lass die Arbeit am Sonntagabend nicht ins Haus

Gegen Sonntagabend sackt die Stimmung manchmal plötzlich ab.

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„Montag, komm erst am Montag": eine Schutzbarriere gegen mitgebrachte Arbeit

Gegen Sonntagabend sackt die Stimmung manchmal plötzlich ab.

Tagsüber ging es noch. Morgens und mittags war noch Wochenende. Aber sobald die Sonne zu sinken beginnt, schleicht sich dieser Gedanke ein.

„Ach, morgen ist ja Montag." „Die Arbeit geht wieder los." „Das Wochenende ist vorbei."

Das erleben ziemlich viele Menschen.

In Japan nennt man das manchmal „Sazae-san-Syndrom" (nach einer sehr beliebten Zeichentrickserie, die sonntagabends im Fernsehen läuft; sobald ihr Titelsong erklingt, weiß man, dass das Wochenende zu Ende geht), im englischsprachigen Raum heißt es „Sunday Scaries" oder „Sunday Blues".

Es hat also schon einen Namen.

Und wenn es einen Namen hat, dann ist es keine Frage von Willenskraft oder Durchhaltevermögen, sondern ein Phänomen, mit dem viele Menschen auf dieselbe Weise zu kämpfen haben.

Warum also drückt es uns am Sonntagabend so aufs Gemüt?

Und wie geht man damit um, wenn man die Arbeit nicht einfach aufgeben kann?

Gleich vorweg das Wichtigste:

Bring die Arbeit nicht mit nach Hause.

Gemeint ist damit aber nicht bloß „klapp den Firmenlaptop nicht auf".

Genauer gesagt:

Lass den Montag nicht schon am Sonntagabend vorfahren.


Am Sonntagabend schrillt der „Alarm: Freiheit endet"

Am Sonntagmittag ist das Wochenendgefühl noch da.

Es ist hell. Man hat Zeit. Man hat das Gefühl, noch etwas machen zu können. Ein Rest Freiheit ist noch da.

Doch wenn der Abend kommt und die Sonne untergeht, ändert sich die Anzeige im Kopf.

Aus freiem Tag
wird Vorabend des Montags.

Das ist ein großer Einschnitt.

Der Sonnenuntergang ist nicht nur ein Naturphänomen. Für arbeitende Menschen ist er eine ziemlich laute Benachrichtigung auf dem Bildschirm.

Der Tag ist bald vorbei. Morgen ist Montag. Bitte verbinden Sie sich erneut mit dem Betriebssystem der Arbeit.

So eine Benachrichtigung geht ganz von allein los.

Ich möchte sie

den Sonntagabend-Alarm „Freiheit endet"

nennen.

Tagsüber sieht man noch „die Freiheit von heute". Aber wenn die Sonne untergeht, scheint der „Restbalken des freien Tages" auf einen Schlag zu schrumpfen.

Das ist es, was so schwer wiegt.


Der Sonnenuntergang ist die visuelle Inszenierung von „Morgen kommt"

Ein Grund, warum die Stimmung am Sonntagabend sinkt, ist, dass der Sonnenuntergang uns mit eigenen Augen zeigt, dass der morgige Tag naht.

Solange es hell ist, wirkt es noch wie der Hauptfilm des freien Tages.

Aber wenn es dunkel wird, sieht man einen geraden Weg:

Die Nacht kommt
Schlafen
Aufwachen
Montag

Der Sonnenuntergang ist also der Trailer zum Montag.

Obwohl noch Sonntag ist, startet das Gehirn von selbst den Ladebildschirm des Montags.

Ich möchte ihn

den Montags-Ladebildschirm

nennen.

In Wahrheit ist der Sonntagabend ja noch nicht vorbei.

Aber das Gehirn beginnt, ihn zu verarbeiten als

„schon vorbei".

Dieses Gefühl von „vorbei, obwohl es noch gar nicht vorbei ist" macht den Sonntagabend so schwer.


Die Arbeit der Zukunft dringt in das Zuhause der Gegenwart ein

Es gibt noch einen weiteren großen Faktor beim Sonntagabend-Tief.

Die Arbeit der Zukunft dringt in die Gegenwart ein.

Man ist noch zu Hause. Noch frei. Noch ist keine Arbeitszeit. Aber im Kopf sitzt man schon im Büro.

Die E-Mails von morgen. Die Meetings von morgen. Der Chef von morgen. Die Aufgaben von morgen. Der Arbeitsweg von morgen. Der liegen gebliebene Kram von morgen. Die Müdigkeit von morgen früh.

All das spaziert ungefragt in unser Zimmer am Sonntagabend.

Der Körper ist zu Hause, aber das Gehirn ist schon vorausgefahren in den Montag.

Das ist es, was erschöpft.

Deshalb ist

Bring die Arbeit nicht mit nach Hause

nicht nur im physischen Sinn gemeint.

Es heißt auch, die Arbeit nicht in den Kopf zu lassen, solange man zu Hause ist.


Was „Bring die Arbeit nicht mit nach Hause" wirklich bedeutet

Wenn man „Bring die Arbeit nicht mit nach Hause" hört, klingt das nach einer altmodischen Arbeitsweise.

Mach keine Überstunden zu Hause. Erstell keine Firmenunterlagen zu Hause. Klapp den Laptop nicht auf.

Natürlich stimmt das auch.

Aber heutzutage reicht das nicht mehr.

Es gibt das Smartphone. Es gibt E-Mails. Es gibt Chats. Es gibt den Kalender. Es gibt Teams und Slack (Messenger-Apps für die Arbeit). Es gibt Apps für die Aufgabenverwaltung. Es gibt Benachrichtigungen. Und es gibt das Grübeln im Kopf.

Die Arbeit kommt also nicht nur als Papier ins Haus, sondern als Information und vorauseilende Sorge.

Die moderne Version von „Bring die Arbeit nicht mit nach Hause" heißt deshalb:

  • Am Sonntagabend keine Arbeits-E-Mails ansehen
  • Nicht in den Kalender schauen
  • Den Firmenchat nicht öffnen
  • Das Montagsmeeting nicht im Kopf abspielen
  • Chef und Kollegen nicht ins Zimmer des Sonntagabends herbeizitieren
  • Am Sonntagabend keine schweren Konferenzen über Kündigung, Zukunft oder Firmenstruktur abhalten
  • Das Betriebssystem der Arbeit von morgen nicht schon am Vorabend auf Volllast hochfahren

Das ist wichtig.


Montag, komm erst am Montag

Wenn man das Sonntagabend-Tief mit einem einzigen Satz stoppen will, dann mit diesem.

Montag, komm erst am Montag.

Komm nicht schon am Sonntagabend vorbei. Ich habe dich noch nicht gerufen. Es ist noch keine Arbeitszeit. Es ist noch Zeit für zu Hause. Es ist noch der Rest des freien Tages.

Der Montag kann am Montagmorgen kommen.

Wer am Sonntagabend anfängt, an die Arbeit zu denken, kürzt sich damit faktisch das Wochenende.

In einer Zeit, in der niemand einen bezahlt, bekommt man nur den Trailer zur Arbeit vorgesetzt. Und schon der Trailer macht müde.

Das ist ein ziemlich schlechtes Geschäft.

Wenn also am Sonntagabend ein Arbeitsgedanke auftaucht, kleb ihm dieses Etikett auf:

„Das ist der Montag, der zu früh kommt." „Das ist eine Benachrichtigung zur Wiederverbindung mit der Arbeit." „Das ist nur die Firmenleitung von morgen, die sich von selbst öffnen will."

Und mach dann zu.


Die Schutzbarriere gegen mitgebrachte Arbeit

Wenn man es etwas stärker ausdrücken will, ist es

die Schutzbarriere gegen mitgebrachte Arbeit.

Arbeits-E-Mails. Firmenchat. Der Montagstermin. Das Gesicht des Chefs. Liegen gebliebene Aufgaben. Das Meeting von morgen. Das Betriebssystem der Arbeit. Der Büroaffe (die Stimme im Kopf, die unaufhörlich über die Arbeit plappert).

Nichts davon lässt man am Sonntagabend ins Haus.

Man hält es an der Haustür auf.

Natürlich ist es schwer, alles restlos verschwinden zu lassen.

Dass morgen Montag ist, lässt sich nicht ändern. Wenn man arbeiten muss, kommt die Arbeit. Der Montag kommt.

Aber es gibt keinen Grund, die Zeit vorzuziehen, zu der der Montag eintrifft.

Der Montag kann am Montag kommen. Er muss nicht schon am Sonntagabend im Wohnzimmer übernachten.


Wenn man nicht aufhören kann zu arbeiten, reduziert man die „Einbruchsmenge"

In der Realität kann man nicht von heute auf morgen mit der Arbeit aufhören.

Man muss leben. Man braucht Geld. Man hat Verantwortung. Ein Jobwechsel oder die Selbstständigkeit braucht Zeit. Alles auf einmal zu ändern ist schwer.

Deshalb ist die realistische Gegenmaßnahme gegen das Sonntagabend-Tief nicht,

die Arbeit abzuschaffen,

sondern,

die Menge an Arbeit zu verringern, die am Sonntagabend einbricht.

Die Arbeit selbst erledigt man am Montag. Aber nicht am Sonntagabend.

Es ist noch keine Arbeitszeit. Noch Zeit für zu Hause. Noch Zeit zum Ausruhen. Noch freie Zeit.

Genau das schützt man.


Zehn Minuten Vorbereitung für den Montag genügen

Manche Menschen werden allerdings unruhig, wenn sie gar nichts tun.

„Ich muss mich auf morgen vorbereiten." „Wenn ich nicht festlege, was ich tue, macht mir das Sorgen." „Ich will morgens keine Hektik."

Auch diese Gefühle gibt es.

In dem Fall bereitet man sich am Sonntagabend nur 10 Minuten vor.

Nicht lange.

Nur 10 Minuten.

Ungefähr das hier reicht:

  • Die ersten 3 Aufgaben von morgen aufschreiben
  • Kleidung und Gepäck festlegen
  • Frühstück und Getränk festlegen
  • Festlegen, was man nach der Ankunft im Büro zuerst ansieht
  • Nur kontrollieren, dass man nichts vergisst

Ich möchte das

die Landenotiz für den Montag

nennen.

Das Ziel ist nicht, den Montag perfekt zu erobern.

Es geht nur darum, am Montagmorgen landen zu können.

Beim Flugzeug genügt es, die Lichter der Landebahn ein wenig einzuschalten.

Die ganze Landebahn muss man nicht schon am Sonntagabend warten.


Ab 18:00 am Sonntag ist das Montagsmeeting geschlossen

Hat man am Sonntagabend das Nötigste vorbereitet, schließt man das Montagsmeeting.

Man vertieft sich nicht in die Arbeit. Man entscheidet nichts über eine Kündigung. Man hält keine große Konferenz über Zukunftsängste. Man grübelt nicht über Chef oder Firmenstruktur. Man macht den Affen nicht zum Vorsitzenden.

Das Gehirn am Sonntagabend tut manchmal so, als plane es für den Montag, und zermürbt in Wahrheit nur die Nerven.

Deshalb legt man vorher fest:

Ab 18:00 am Sonntag ist das Montagsmeeting geschlossen.

Wenn einem doch etwas einfällt, hält man es nur als Artikelnotiz fest.

„Artikelnotiz: Montags-Ladebildschirm." „Artikelnotiz: Schutzbarriere gegen mitgebrachte Arbeit." „Artikelnotiz: Alarm ‚Freiheit endet'."

Dabei bleibt es.

Daraus einen Text zu machen oder tiefer zu graben, kann man zu einer anderen Zeit tun.


Mach den Sonntagabend zum „Hauptprogramm des Abends", nicht zu den „Resten des Wochenendes"

Wer stark unter dem Sonntagabend-Tief leidet, behandelt die Zeit nach Sonnenuntergang leicht als „Reste des Wochenendes".

Schon vorbei. Schon morgen. Nur noch schlafen. Nichts mehr zu machen. Schon Montag.

Aber das ist ziemlich schade.

Der Sonntagabend gehört noch zum freien Tag.

Deshalb setzt man besser ein richtiges „Hauptprogramm des Abends" dorthin.

  • Warme Suppe
  • Eine heiße Dusche
  • Sich ins Bett kuscheln
  • Manga
  • Anime
  • Film
  • Videospiele
  • Ein kleiner Spaziergang
  • Ein süßes Getränk
  • Musik
  • Zeit, in der man gar nichts tut

Wichtig ist, den Sonntagabend nicht zum Wartezimmer des Montags zu machen.

Nutze den Sonntagabend als Sonntagabend.


Sobald man eine Arbeits-App sieht, geht das Gehirn ins Büro

Sehr wichtig ist, auf dem Smartphone nichts mit Arbeitsbezug anzusehen.

E-Mails. Kalender. Chat. Aufgabenverwaltung. Der gemeinsame Firmenordner.

In dem Moment, in dem man sie sieht, geht das Gehirn ins Büro.

Der Körper ist zu Hause, aber das Gehirn ist mit der Firma verbunden.

Das ist das ungünstigste Muster am Sonntagabend.

Nehmen wir an, man sieht nur eine einzige E-Mail an.

Auch wenn man nicht antwortet, ist die Sache damit nicht erledigt.

Der Inhalt der Mail bleibt im Kopf. Man stellt sich das Gespräch von morgen vor. Man überlegt, wie die andere Person reagiert. Man erinnert sich an eine Aufgabe. Man gerät zu einer ganz anderen Sache.

Schon durch bloßes Hinsehen kommt die Arbeit ins Haus.

Deshalb schaltet man am Sonntagabend besser die Firmenleitung ab.

Sonntagabend: Firmenleitung aus.

Allein das macht einen großen Unterschied.


Über die Arbeit zu grübeln ist fast wie unbezahlte Arbeit nach Feierabend

Den ganzen Sonntagabend an die Arbeit zu denken, ist ein ziemlich schlechtes Geschäft.

Natürlich arbeitet man nicht wirklich. Aber man verbraucht Nerven. Man verbraucht Zeit. Das Wochenende wird angeknabbert. Die Stimmung wird angeknabbert.

Das kommt unbezahlter Arbeit nach Feierabend ziemlich nahe.

Und es kommt nichts dabei heraus.

Man wird nur müde.

Wenn man also anfängt, über die Arbeit zu grübeln, darf man sich sagen:

„Das ist unbezahlte Trailer-Arbeit." „Das erledige ich morgen in der Arbeitszeit." „Jetzt ist geschlossen."

Gerade wer gut über Arbeit nachdenken kann, versucht sie auch zu Hause zu bearbeiten.

Aber das ist, als schenke man der Firma zusätzliche Zeit.

Die Zeit zu Hause ist unser eigener Garten.

Lass den Büroaffen dort nicht nach Belieben grasen.


„Vorbereiten" und „zu früh kommen" sind nicht dasselbe

Wichtig ist hier, Vorbereitung und frühes Kommen zu trennen.

Vorbereitung ist nützlich.

Die Kleidung für morgen herauslegen. Die Tasche packen. Die ersten 3 Aufgaben notieren. Den Ablauf am Morgen leichter machen.

Das ist gut.

Aber zu früh kommen ist etwas anderes.

Das Meeting von morgen im Kopf immer wieder abspielen. Sich die Reaktion des Chefs ausmalen. Ein Arbeitsproblem am Sonntagabend lösen wollen. Sich über die Struktur der Firma ärgern. Schwere Entscheidungen über Kündigung oder das eigene Leben beginnen.

Das lässt den Montag in den Sonntag einbrechen.

Vorbereitung: 10 Minuten. Zu früh kommen: verboten.

Auf diese Trennlinie kommt es an.


Der Montagmorgen ist kein „Tag zum Gewinnen", sondern ein „Tag zum Hochfahren"

Wer sich am Sonntagabend vor dem Montag schwer fühlt, will manchmal am Montagmorgen zu viel gewinnen.

Ich muss ordentlich aufstehen. Ich muss ordentlich arbeiten. Ich muss alles ordentlich erledigen. Ich muss ab Montag wieder in die Spur kommen. Ich muss diese Woche zum Erfolg machen.

Das ist schwer.

Am Montagmorgen muss man nicht gewinnen.

Hochfahren genügt.

Leg die ersten 30 Minuten fest:

  • Wasser trinken
  • Gesicht waschen
  • Frühstücken
  • Zur Arbeit gehen
  • E-Mails ansehen
  • Nur die 3 Dinge für heute prüfen
  • Schwere Entscheidungen auf den Nachmittag verschieben

Das reicht.

Trag am Montagmorgen nicht dein ganzes Leben auf den Schultern.

Der Montag darf einfach ein Hochfahr-Tag sein.


Was man am Sonntagabend tun darf und was nicht

Was man tun darf

  • Nur die ersten 3 Aufgaben von morgen aufschreiben
  • Kleidung und Gepäck vorbereiten
  • Das Frühstück festlegen
  • Ein wenig aufräumen
  • Etwas Warmes essen
  • Heiß duschen
  • Videospiele spielen, Manga lesen, Anime oder Filme ansehen
  • Sich ins Bett kuscheln
  • Nur eine Artikelnotiz hinterlassen
  • „Montag, komm erst am Montag" sagen

Was man nicht tut

  • Arbeits-E-Mails ansehen
  • Den Firmenchat ansehen
  • Das Montagsmeeting im Kopf abspielen
  • Über eine Kündigung entscheiden
  • Eine Konferenz über die Zukunft abhalten
  • Tief in der Firmenstruktur graben
  • Über Worte und Verhalten von Chef oder Kollegen grübeln
  • Am Sonntagabend ein Arbeitsproblem lösen wollen
  • Das Ich von morgen beschuldigen
  • Den Affen zum Vorsitzenden machen

Ideen für Etiketten

  • Der Sonntagabend-Alarm „Freiheit endet"
  • Der Montags-Ladebildschirm
  • Sonnenuntergang = Benachrichtigung zur Wiederverbindung mit der Arbeit
  • Das Phänomen des sichtbaren Restbalkens
  • Die Schutzbarriere gegen mitgebrachte Arbeit
  • Sonntagabend: Firmenleitung aus
  • Montag, komm erst am Montag
  • Kein Vorziehen des Montags
  • Unbezahlte Trailer-Arbeit
  • Die Landenotiz für den Montag
  • Das Montagsmeeting am Sonntagabend schließen
  • Mach den freien Tag nicht zum Wartezimmer des Montags
  • Zitiere den Büroaffen nicht ins Wohnzimmer
  • Kein Hochfahren des Betriebssystems der Arbeit auf Volllast am Vorabend

Praktische Vorlage: Die Barrierenotiz für den Sonntagabend

# Barrierenotiz für den Sonntagabend

## Die ersten 3 Dinge von morgen
1.
2.
3.

## Vorbereitung am Morgen
Kleidung:
Gepäck:
Frühstück:
Was ich nach der Ankunft zuerst ansehe:

## Ab hier wird am Montag erledigt
Arbeits-E-Mails:
Meetings:
Chef:
Liegen gebliebene Aufgaben:
Firmenstruktur:
Zukunftsentscheidungen:

## Das Hauptprogramm heute Abend
Essen:
Ansehen:
Spielen:
Erholen:
Vor dem Schlafen:

## Merkspruch
Montag, komm erst am Montag.
Heute bin ich Pflanzenfresser (entspannt und ohne Druck).

Zusammenfassung

Dass man am Sonntagabend niedergeschlagen ist, liegt nicht an mangelnder Willenskraft.

Durch den Sonnenuntergang wird der Restbalken des freien Tages sichtbar, und es wird optisch angezeigt, dass morgen kommt. Kommen dann noch Arbeitstermine, E-Mails, Meetings, der Arbeitsweg und liegen gebliebene Aufgaben dazu, bricht der Montag in den Sonntagabend ein.

Die Gegenmaßnahme besteht also nicht darin, die Arbeit völlig abzuschaffen.

Sie besteht darin, den Montag nicht schon am Sonntagabend vorfahren zu lassen.

Zehn Minuten Vorbereitung für den Montag genügen. Danach schaltet man die Firmenleitung ab. Man sieht keine Arbeits-Apps an. Man schließt das Montagsmeeting. Man setzt ein Hauptprogramm für den Abend an. Und am Montagmorgen muss man nicht gewinnen. Hochfahren genügt.

Das Zuhause ist unser eigener Garten.

Die Arbeit erledigt man morgen, in der Arbeitszeit.

Montag, komm erst am Montag.
Komm nicht schon am Sonntagabend.


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