Bis zur Schule und Universität können Freundschaften manchmal auch dann entstehen, wenn man eher passiv ist.
Man ist in derselben Klasse.
Im selben Verein oder Club.
In denselben Kursen.
Beim selben Nebenjob.
In solchen Umgebungen begegnet man Menschen, ohne aktiv nach neuen Kontakten suchen zu müssen.
Im Erwachsenenleben endet diese „automatische Versorgung“ jedoch.
Wenn man völlig passiv bleibt, kann sich der Alltag schnell auf Arbeit und Zuhause beschränken.
Und wenn man mit den Menschen am Arbeitsplatz nicht gut zurechtkommt, kann allein das schon zu Isolation führen.
Wer als Erwachsener mehr Freunde finden möchte, braucht deshalb ein wenig Eigeninitiative.
Das bedeutet aber nicht, dass man sich zu einem extrem kontaktfreudigen Menschen zwingen muss.
Kleine Schritte reichen.
Suche dir eine Veranstaltung, die dich interessiert.
Geh notfalls nur einmal im Monat hin.
Reagiere gelegentlich auf Social-Media-Accounts zu deinen Hobbys.
Tritt einer Online-Community bei.
Geh ins Fitnessstudio oder nimm an einer Laufveranstaltung teil.
Sag einem Freund: „Wenn es so eine Gruppe gibt, sag mir bitte Bescheid.“
Mehr muss es zunächst gar nicht sein.
Passiv zu sein ist nicht grundsätzlich falsch.
Aber wenn die Umgebung, die früher automatisch neue Begegnungen gebracht hat, wegfällt, entstehen bei völliger Passivität nur schwer neue Beziehungen.
Freundschaften im Erwachsenenleben brauchen deshalb ein wenig selbst gebaute Wege, über die man neue Menschen treffen kann.
