Ist Saitama im japanischen Fernsehen verschwunden? Der Kartenstreit bei Sanma Goten

Warum wurden Ageo, Tokorozawa und Kasukabe am 27. Oktober 2026 plötzlich dem „Norden von Saitama“ zugeschlagen?

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Beschreibung: Warum wurden Ageo, Tokorozawa und Kasukabe am 27. Oktober 2026 plötzlich dem „Norden von Saitama“ zugeschlagen? Yuki Iwais alter Witz und Teruyuki Tsuchidas übertriebene Grenzziehung erklärt.

Kurzantwort: Japan hat keine Verwaltungsgrenze verändert. In der Comedy-Talkshow Odoru! Sanma Goten!! auf Nippon TV stritten Gäste am 27. Oktober um 20 Uhr japanischer Zeit über die gedachte Grenze zwischen Nord- und Süd-Saitama. Ausgangspunkt war ein früherer Scherz des Komikers Yuki Iwai: Der Norden sei praktisch Gunma, der Süden praktisch Tokio. So bliebe von Saitama selbst kaum etwas übrig.

Was steckt hinter dem Ortswitz?

Saitama liegt nördlich von Tokio. Einige Städte sind eng mit dem Pendleralltag der Metropole verbunden, andere eher ländlich. Iwai, der aus Ageo stammt, verglich Hatoyama und Kumagaya scherzhaft mit Gunma sowie Saitama-Stadt und Ageo mit Tokio. Das war keine geografische Behauptung. Er überspitzte die Gewohnheit, die eigene Heimatstadt über ihre Nähe zu einer bekannteren Stadt aufzuwerten. Die Pointe: Dabei verschwindet die eigene Präfektur aus der Beschreibung.

Was geschah am 27. Oktober?

Die Folge stand unter dem Motto „Nord-Saitama gegen Süd-Saitama“. Der Norden wurde grün, der Süden blau eingefärbt. Teruyuki Tsuchida aus Saitama-Stadt erklärte seine bevorzugte Linie beinahe zum Konsens der gesamten Präfektur.

Als Ageo im Süden auftauchte, widersprach er. Iwai aus Ageo wollte seine Heimatstadt dort behalten. Tsuchida beanstandete außerdem Tokorozawa und Kasukabe und spitzte seine Haltung so weit zu, dass eigentlich nur Saitama-Stadt eine richtige Stadt sei. Laut der vorab veröffentlichten Senderbeschreibung wurden mehrere Orte daraufhin grün markiert, was die Gäste überraschte.

Warum ist ein Farbwechsel komisch?

„Süden“ wird zum Statussymbol: näher an Tokio, vermeintlich urbaner und angesehener. Tsuchida macht aus seiner persönlichen Vorliebe die „Meinung der ganzen Präfektur“, während Iwai den Rang von Ageo verteidigt. Die Landkarte wird zur Rangliste des Lokalstolzes.

EXILE-Performer NAOTO aus Tokorozawa verwies auf das Stadion Belluna Dome, den Vergnügungspark Seibuen und Wälder, die an den Animationsfilm Mein Nachbar Totoro erinnern. Er lobte auch, wie schnell man mit dem Fahrrad in Richtung Tokio gelangen könne. Die Nachfrage, welcher Teil Tokios genau gemeint sei, zeigte den Widerspruch: Das stärkste Argument für Tokorozawa bezog sich auf eine andere Stadt.

Selbst der Norden war uneins

Schauspielerin Rie Mimura aus Fukaya scherzte, sie fühle sich beinahe Gunma zugehörig. Shoei aus Konosu und Komikerin Mihoko Abukawa aus Sugito erinnerten sich daran, dass selbst ein Ausflug nach Omiya früher einschüchternd sein konnte. Auch innerhalb einer Kartenfarbe existierten also ganz verschiedene Vorstellungen von Großstadt und Provinz.

Fazit

Iwai ließ Saitama mit einer absurden Rechnung verschwinden, Tsuchida verschob die Grenze mit demonstrativer Selbstsicherheit und die anderen verteidigten ihre Heimatorte. Die echte Landkarte blieb unverändert. In Bewegung gerieten nur die Farben im Fernsehstudio und der Lokalstolz.

Prüfstand: Recherchiert bis 28. Oktober 2026 anhand der Senderankündigung, des Programmverzeichnisses und japanischer Berichte. Die vollständige Sendung wurde nicht selbst gesehen; Gesprächsdetails stammen aus der Vorschau. Eine Verbreitung im deutschsprachigen Raum wird nicht behauptet.

Quellen (5)

Noch einen Schritt weiter: Ist der Junge im Film *Exit 8* der Game Master? Eine Theorie

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