1. Alles Wasser?
Die Hochwassergefahrenkarte von Yokkaichi ist im Zentrum so stark eingefärbt, dass es aussieht, als stünde "alles unter Wasser". Das heißt aber nicht, dass der ganze Stadtteil gleich tief absäuft – du musst jeden Ort einzeln prüfen.
2. Was im September 2025 tatsächlich passiert ist
In der Nacht zum 12. September (12/9) fielen in Yokkaichi 123.5 mm Regen in einer Stunde, die bis dahin höchste jemals gemessene Menge. Die Untergeschosse 1 und 2 des Parkhauses Kusunoki Parking liefen voll, 274 Autos wurden beschädigt, Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine. Das Wasser drang insgesamt durch 15 Ein- und Ausgänge und andere Öffnungen ein. Derselbe Starkregen überflutete außerdem mehrere Stadtteile, öffentliche Gebäude und die Innenstadt. Obere Etagen: "Kein Problem". 1. Etage: "Moment mal …". Keller: "Game over".
3. Flusshochwasser und Überflutung durch Kanalüberlastung sind nicht dasselbe
Flusshochwasser entsteht vor allem, wenn Flüsse über die Ufer treten. Bei der Überflutung durch Kanalüberlastung (Regen, den die Entwässerung nicht schafft) fällt mehr Regen, als die Kanalisation abführen kann, und das Wasser sammelt sich in der Stadt. Gib dich nicht mit "Auf der Hochwasserkarte ist alles farblos, geschafft!" zufrieden, sondern schau auch auf das Risiko durch überlastete Entwässerung. Und eine erwartete Wassertiefe von rund 2 m kann ein normales Erdgeschoss stark treffen.
4. Von "unterirdisch, unterirdisch" zu "oberirdisch, oberirdisch"
An normalen Tagen ist die Tiefgarage in Ordnung, aber bei angekündigtem Rekordregen solltest du lieber zuerst einen passenden oberirdischen Stellplatz wählen. Und ist alles erst einmal überflutet, geh nicht noch einmal nach unten, um dein Auto zu retten. Mit Nagoya ist es genauso: Wie "städtisch" ein Ort wirkt, sagt nichts über Höhenlage, Flüsse oder Entwässerungsleistung. Lies die Karte nach Ort × Art der Katastrophe.
