Warum verspottet der Trump-Darsteller aus US-SNL die Besetzung von SNL UK?

James Austin Johnsons Gastauftritt vom 17. Oktober 2026 erklärt: der absurde Jobtausch, der Spott über die Schauspielschule RADA und der Witz über britische…

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Weil die britische Sendung ausgerechnet James Austin Johnson eingeladen hatte, der Donald Trump seit Jahren bei Saturday Night Live in den USA darstellt. Im Eröffnungssketch vom 17. Oktober verspottet seine Figur die britische Besetzung dafür, angeblich niemanden zu haben, der Trump spielen kann. Der Gast macht sich also über den Grund seiner eigenen Einladung lustig. Anschließend wird der unterschiedliche Umgang mit Kraftausdrücken im amerikanischen und britischen Fernsehen zur nächsten Pointe.

Was war in der Sendung zu sehen?

Die Folge lief am Samstag, dem 17. Oktober 2026, um 22 Uhr britischer Zeit auf Sky One. Gastgeber war James Norton, musikalischer Gast The Streets. George Fouracres verkörperte den britischen Premierminister Andy Burnham, Freddie Meredith den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Johnsons Trump unterbrach ihr Treffen und schlug vor, den Job mit dem Premierminister zu tauschen. Das war eine erfundene politische Satire, keine tatsächliche diplomatische Begegnung.

Die Figur verspricht, Großbritannien zu retten. Als es um kleine Boote im Ärmelkanal geht, schlägt sie einfach riesige Boote vor. Sogar die vielen Sorten Percy Pigs, schweineförmige Süßigkeiten der Handelskette Marks & Spencer, werden zum Thema. Eine vermeintliche Staatsrede landet unvermittelt vor dem Süßigkeitenregal.

Was steckt hinter dem RADA-Spruch?

Johnson spielt Trump seit 2021 bei der US-Ausgabe von SNL. Die britische Produktion hat ihn für den Auftritt übernommen. Deshalb funktioniert die Frage, ob es in Großbritannien keinen einzigen passenden Darsteller gebe, als Selbstironie über die Besetzung. Sie ist kein ernsthaftes Urteil über die Fähigkeiten der britischen Schauspieler.

RADA steht für Royal Academy of Dramatic Art, eine renommierte britische Schauspielschule. Im Sketch wird die Abkürzung absichtlich in eine derbe Fantasiebezeichnung umgedeutet. Der Kontrast zwischen ehrwürdiger Ausbildungsstätte und plumpem Spott liefert die zweite Pointe.

Warum freut sich die Figur über ein Schimpfwort?

Für das US-Network NBC gelten andere Sprachstandards als für eine britische Comedyshow auf Sky One nach 21 Uhr. Im britischen Fernsehen ist zu dieser Zeit je nach Zusammenhang mehr Erwachsenensprache möglich, jedoch keineswegs alles erlaubt. Nach einem Kraftausdruck wirkt Johnsons Trump begeistert darüber, dass er dieses Wort hier aussprechen darf. Für einen Moment sieht man hinter der Präsidentenparodie den amerikanischen Komiker, der sich über die Regeln seines Gastarbeitsplatzes freut.

Warum wurde der Auftritt diskutiert?

Nach der Ausstrahlung am 17. Oktober berichteten britische und amerikanische Medien am 18. und 19. Oktober über das ungewöhnliche Zusammentreffen. CinemaBlend schrieb am 18. Oktober, der Clip habe am ersten Tag über eine Million YouTube-Aufrufe erreicht. Das ist eine damalige Medienangabe, keine hier neu erhobene Zahl. Tatsächliche Zuschauerbeiträge enthalten Lob und abweichende Meinungen. Der Videolink ist angegeben; die detaillierten Dialogangaben stützen sich auf Berichte nach der Sendung, nicht auf die Behauptung einer vollständigen eigenen Sichtung.

Fazit

Der Jobtausch ist der absurde Rahmen. Der eigentliche Witz ist, dass SNL UK den amerikanischen Trump-Darsteller einlädt und ihn dann über die Notwendigkeit dieser Einladung spotten lässt. Die RADA-Anspielung und die Schimpfwort-Pointe machen daraus eine Komödie über zwei Fernsehwelten.

Quellen (7)

Die nächste Frage zur selben Geschichte: Warum sagte Tarantino bei Graham Norton, Ellen habe ihn nie eingeladen?

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