Wohnungslinks im PDF lassen sich nicht öffnen? Vielleicht ist die Klickfläche winzig

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Wenn Links in einer PDF-Übersicht zu Mietwohnungen auf dem Smartphone nicht reagieren, sollte man drei Dinge getrennt prüfen: Funktioniert die Zieladresse? Wie groß ist die tatsächlich anklickbare Fläche? Erlaubt die PDF-App das Öffnen externer Webseiten? Selbst ein korrekter Link ist nutzlos, wenn man mit dem Finger kaum darauf trifft.

Ich bin darüber gestolpert, nachdem ich jemandem bei der Wohnungssuche für zwei Personen geholfen hatte. Eigentlich eine kleine Gefälligkeit.

Aus der Suche wurde eine Übersicht mit 27 Angeboten

Die Wünsche klangen einzeln vernünftig: niedrige laufende Kosten, akzeptable Wege für beide Personen, ein ordentliches Bad und genug Geld in Reserve für den Umzug. Zwei getrennte Rückzugsräume wären ideal.

Wenn eine Wohnung mit nur einem Schlafzimmer dafür deutlich günstiger und groß genug wäre, sollte sie ebenfalls auf die Liste. Dadurch musste ich unterschiedliche Grundrisse fair vergleichen.

Wichtig waren nicht nur die auffälligen Mietpreise im Inserat. Hinzu kamen verpflichtende Nebenkosten, die Zahlungen vor dem Einzug, die Erlaubnis für zwei Bewohner, die Nutzbarkeit der Räume und die Frage, ob die Fotos die tatsächlich angebotene Wohnung zeigten. Auch die Inseratslinks mussten geprüft werden.

Am Ende standen 27 Wohnungen in einer Tabelle, ergänzt um Hinweise und eine fertige Anfrage an die Vermietung. Ich wollte nur helfen. Das Ergebnis sah aus wie ein professionelles Exposé-Paket. Rechnung: null Euro. Arbeitsfreude: verdächtig hoch.

Das PDF war fertig. Der Empfänger war anderer Meinung

Ich packte Flächen, Preise, mögliche Haken und die Originalanzeigen in ein PDF. Einfach antippen, Fotos ansehen, weiter entscheiden. So war der Plan.

Erste Rückmeldung: „Datei nicht gefunden.“

Also neu verschickt. Zweite Rückmeldung: „Die Links im PDF lassen sich nicht öffnen.“

Gerade noch freiwilliger Immobilienberater, jetzt plötzlich technischer Kundendienst. Nach den Wohnungstüren suchte ich nun den Eingang in mein eigenes Dokument.

Die Links waren drin. Ihr Treffpunkt war nur etwa 3 mm hoch

Beim Prüfen des älteren PDFs zeigte sich: Die Weblinks waren tatsächlich eingebettet. Nur waren die anklickbaren Rechtecke gerade einmal ungefähr 3 Millimeter hoch. Das ist auf einem Handy eher ein Geschicklichkeitsspiel als eine benutzerfreundliche Schaltfläche.

Adobe beschreibt, dass PDF-Links über rechteckige Bereiche auf der Seite angelegt werden. Sichtbar hervorgehobener Text und die Fläche, auf die man wirklich tippen kann, sind also nicht dasselbe.

In der neuen Fassung wurden die Tippflächen größer. Dazu kamen vollständig ausgeschriebene URLs, QR-Codes und eine separate mobilfreundliche Linkliste. Verschiedene PDF-Apps können externe Links unterschiedlich behandeln; ob der Empfänger sie tatsächlich öffnen kann, muss daher separat geprüft werden.

Fünf Schritte, bevor das nächste PDF rausgeht

  1. Die URL direkt im Browser öffnen. Ist das Inserat verschwunden, hilft keine größere Schaltfläche. Eine erreichbare Seite garantiert auch keine freie Wohnung.
  2. Die wirkliche Tippfläche vergrößern. Größere Schrift allein ändert eine winzige Linkfläche nicht.
  3. Eine andere PDF-App testen. So lässt sich erkennen, ob nur eine bestimmte Vorschau blockiert.
  4. Einen zweiten Zugang anbieten. Vollständige URLs, QR-Codes und eine einfache Web- oder Textliste.
  5. Die Entscheidungsdaten behalten. Gesamtkosten pro Monat, einmalige Einzugskosten und Regeln für zwei Bewohner gehören direkt neben das Angebot.

27 Angebote beeindrucken. 27 Links, die niemand öffnen kann, sind dagegen eine Schatzkarte ohne erreichbaren Eingang.

Wer recherchiert, bereitet Möglichkeiten auf. Wer dort wohnen wird, entscheidet. Ich selbst war nacheinander Wohnungssucher, PDF-Gestalter und schließlich Fachkraft für fingerfreundliche Linkflächen.

Ich suchte die Türen zu 27 Wohnungen. Am Ende musste ich die Tür meines eigenen PDFs reparieren.

Quellen (2)

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