Warum wirkt die Riesenkrabbe in echt so unwirklich?

Warum wirkt die Japanische Riesenkrabbe so unwirklich?

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Geplanter Titel (Artikel 7)

Warum wirkt die Japanische Riesenkrabbe so unwirklich? Das seltsame Gefühl, einem riesigen Tiefseewesen direkt gegenüberzustehen

Haupttext

Die Japanische Riesenkrabbe (auf Japanisch Takaashigani) sieht schon auf Fotos groß aus.

Aber in echt ist es etwas ganz anderes.

Die Beine sind lang.

Wirklich extrem lang.

Sie sieht weniger wie eine Krabbe aus, sondern eher wie ein riesiger Mech, der aus der Tiefsee heraufgekrochen ist.

Man fragt sich unwillkürlich: „Gibt es das wirklich?“

Im Takeshima-Aquarium in Gamagori (Präfektur Aichi) spielt diese Krabbe eine wichtige Rolle. Auf der offiziellen Seite „Der Charme von Takesui“ („Takesui“ ist der liebevolle Spitzname, den Fans dem Aquarium gegeben haben) steht, dass Gamagori seit Langem Tiefseefischerei betreibt und dass dort viele Tiefseebewohner angelandet werden, darunter diese Krabben. Außerdem heißt es, dass große Krabben mit vollständigen Beinen dank des Entgegenkommens der Fischer und der Fischereigenossenschaft manchmal zuerst an das Aquarium gehen.

Die Riesenkrabbe im Takeshima-Aquarium ist also nicht einfach ein Ausstellungsstück im Becken.

Sie steht vor dir, weil die Tiefseefischerei von Gamagori, die Fischer, das Aquarium und die Gestaltung der Ausstellung ineinandergreifen.

Genau das ist ihre Stärke.

Die Riesenkrabbe gilt als eines der größten Gliederfüßer der Welt. Britannica, Animal Diversity Web und andere Quellen erklären, dass sie mit ausgestreckten Beinen fast 4 Meter erreichen kann und damit zu den größten lebenden Gliederfüßern gehört.

Diese Tatsache, „ein riesiger Gliederfüßer“, trägt zu ihrem unwirklichen Aussehen bei.

Jeder hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie groß eine Krabbe ist.

Die Krabbe auf dem Esstisch.

Die Krabbe am Strand.

Die kleinen Krabben, die man im Aquarium sieht.

Aber die Riesenkrabbe sprengt dieses Bild.

Sie ist eine Krabbe, aber ihre Beine sind viel zu lang.

Das Verhältnis von Beinen zu Körper stimmt irgendwie nicht.

Wenn sie sich langsam bewegt, wirkt sie sogar ein bisschen wie eine Maschine.

Und im blauen Licht eines Tiefseebeckens wirkt sie noch unwirklicher.

Es ist, als wäre ein Tier aus einem Bilderlexikon plötzlich als greifbares, echtes Objekt vor dir aufgetaucht.

Hier passt das Etikett „ein echter Schatz aus der Tiefsee“ ganz gut.

Tiefseetiere gehören normalerweise nicht zu unserem Alltag.

Sie existieren als Videos, Bilderbücher, Nachrichten und Museumswissen.

Und dann sitzt eines im Aquarienbecken.

Und es ist riesig.

Es gibt sogar Mitmachstationen zum Anfassen und Fütterungsveranstaltungen.

Dieser Fehler im Entfernungsgefühl ist der Reiz der Riesenkrabbe.

Im offiziellen Showprogramm des Takeshima-Aquariums steht außerdem eine Zeit, zu der ein Tierpfleger ins große Tiefseebecken taucht und Riesenkrabben und andere Tiere von Hand füttert. Das ist keine Ausstellung zum bloßen Anschauen, sondern eine, bei der man spürt: „Dieses riesige Tiefseewesen lebt wirklich in diesem Becken.“

Die Riesenkrabbe ist nicht einfach nur groß.

Sie wirkt unwirklich und ist doch real.

Sie sollte in der Tiefsee sein und steht doch direkt vor dir.

Sie ist eine Krabbe, aber sie zerstört deine Vorstellung davon, wie groß eine Krabbe ist.

Das erzeugt dieses starke Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Wenn man darüber schreibt, ist es deshalb stärker, beim Gefühl der Leser anzusetzen, als lexikonhaft mit „Was ist die Riesenkrabbe?“ anzufangen.

Man beginnt mit der Frage: „Warum wirkt die Riesenkrabbe so unwirklich, wenn man sie sieht?“

Dann verknüpft man Beinlänge, Gliederfüßer, Tiefsee, die Tiefseefischerei von Gamagori und den Rundgang durch die Ausstellung des Takeshima-Aquariums.

So wird es nicht bloß ein Tierporträt, sondern ein Artikel, der das seltsame Gefühl derer aufgreift, die sie gesehen haben.

Ein Satz dazu

Die Riesenkrabbe wirkt unwirklich, weil ein Tier aus dem Bilderlexikon als echter Schatz aus der Tiefsee vor einem auftaucht.

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  • Warum haben Tiefseetiere so eine romantische Anziehungskraft?
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