Beschreibung: Am 20. Oktober 2026 verglich Sara Haines eine Debatte über ein Abendessen im Weißen Haus mit der berühmten Spaghetti-Szene aus Disneys Susi und Strolch. Warum Ana Navarro widersprach und weshalb der Ausschnitt am Folgetag erneut diskutiert wurde.
In der US-Talkshow The View vom 20. Oktober brachte Sara Haines plötzlich Disneys Susi und Strolch ins Gespräch. Alyssa Farah Griffin lachte, Ana Navarro hob dagegen die Hand und verlangte, mit den Witzen aufzuhören. Haines malte sich ein absurd romantisches Abendessen aus. Navarro sprach über die politische Bedeutung, mit dem Präsidenten an einem Tisch zu sitzen. Das Wort „Abendessen“ verband zwei ganz unterschiedliche Gedanken.
Welches Abendessen war gemeint?
Am 15. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus den Komiker Bill Maher, den Sportkommentator Stephen A. Smith und den Musiker Kid Rock empfangen. Fünf Tage später fragte Moderatorin Whoopi Goldberg ihre Kolleginnen, ob sie eine vergleichbare Einladung annehmen würden. Unterschiedliche Ansichten gehören zum Konzept der täglichen ABC-Gesprächssendung The View.
Was steckt hinter dem Disney-Vergleich?
Griffin, die einst für Trumps Kommunikationsteam arbeitete und ihn später kritisierte, wollte ein Gespräch nicht ausschließen, wenn sich damit politische Entscheidungen beeinflussen ließen. Haines scherzte, sie warte noch auf eine Einladung von einem Präsidenten, der ihren Namen vermutlich nicht einmal kenne. Navarro lehnte dagegen entschieden ab und verwies auf die Folgen der Einwanderungspolitik für lateinamerikanische Gemeinschaften.
Haines sagte sinngemäß, bei dem Essen gehe es schließlich nicht wie in Susi und Strolch zu: Niemand werde gemeinsam eine Spaghetti-Nudel schlürfen. Im Disney-Zeichentrickfilm von 1955 essen zwei Hunde dieselbe Nudel von entgegengesetzten Seiten und küssen sich dabei versehentlich. Eine angespannte politische Begegnung als niedliches Rendezvous darzustellen, erzeugt den komischen Gegensatz. Der Hund heißt im englischen Original Tramp; der Nachname des Präsidenten lautet Trump – zwei verschiedene Wörter.
Warum fand Navarro das nicht lustig?
Als Griffin lachte, unterbrach Navarro mit „No, but, listen, stop, this is not funny!“. Für sie waren die Folgen der Einwanderungsmaßnahmen zu ernst, um sie mit einem Essenswitz aufzulockern. Außerdem könne ein Besuch beim Präsidenten als Zustimmung verstanden werden. Griffin entgegnete, ein direktes Gespräch könne Veränderungen ermöglichen; Haines betonte die Chance, jemanden persönlich kritisch zu befragen. Navarro verwies stattdessen auf Wahlen und politischen Einsatz. Goldberg beendete schließlich den Schlagabtausch.
Der Streit entstand also nicht, weil jemand den Film nicht verstanden hätte. Ein Scherz zur Entspannung traf auf den Wunsch, ein ernstes Thema nicht zu verharmlosen. Dahinter stand die Frage, ob eine Begegnung mit der Macht Einfluss eröffnet oder sie legitimiert.
Warum gab es am 21. Oktober eine Fortsetzung?
Entertainment Weekly berichtete, dass die frühere Moderatorin Rosie O'Donnell ein von einem Fan erstelltes Video zur Unterstützung Navarros teilte und „I love Ana“ schrieb. Das Magazin stellte außerdem fest, dass die angespannte Szene in einem kürzeren Instagram-Ausschnitt des Senders fehlte. Daraus folgt weder, dass die ursprüngliche Fernsehausstrahlung zensiert wurde, noch lässt sich der Grund für den Schnitt sicher bestimmen. Das offizielle ABC-Video und unabhängige Berichte sind unten verlinkt; eine vollständige direkte Sichtung der Originalaufnahme wird hier nicht behauptet.
Am 21. Oktober war Smith selbst in der Sendung zu Gast und erklärte, warum er an dem Dinner teilgenommen hatte. Auf die theoretische Frage „Würdest du hingehen?“ folgte damit die praktische: „Was wollte ein tatsächlicher Teilnehmer erreichen?“
Fazit
Haines nutzte die berühmte Spaghetti-Szene, um ein politisches Abendessen in eine absurde Romanze zu verwandeln. Navarro wollte nicht, dass die Debatte über Einwanderung dadurch an Ernst verliert. Im Disney-Film bringt eine Nudel zwei Hunde zusammen. Bei The View zeigte ein Abendessen, wie weit die Meinungen auseinanderliegen.



