Niu Lai (牛来, ungefähr „Die Kuh kommt“) ist ein chinesischer Animationsfilm, der am 5. August 2026 startete. Steife Figuren und seltsame Pausen in den Dialogen wurden im Netz zum Witz. Gerade das machte viele neugierig genug, selbst eine Kinokarte zu kaufen.
Was ist an den Szenen komisch?
Die 3D-Modelle wirken einfach, Bewegungen ruckelig und Gesprächspausen ungewöhnlich. Bei einem großen Studiofilm würde man das kritisieren. Als kurzer Ausschnitt entsteht daraus jedoch ein unerwarteter Gag. Berichten zufolge zeichneten manche Kinos sogar eigene Plakate, weil Werbematerial fehlte.
Wie änderten sich die Einnahmen?
Für ungefähr die ersten neun Tage wurden nur rund 7.169 Yuan und 236 Besucher gemeldet. Mitte August verbreiteten sich Szenen auf chinesischen Plattformen und anschließend auf X, TikTok und Reddit. Ein französischer Bericht vom 19. August nannte rund 24,41 Millionen Yuan Gesamteinnahmen. Das sind verschiedene Stichtage. Auf einer US-Liste zu Meme-Suchanfragen tauchte Niu Lai am 27. Oktober weiterhin auf, doch der eigentliche Durchbruch lag im August.
Wer hat den Film gemacht? War KI beteiligt?
Regisseur Xin Yumeng und seine Mutter Sun Lifang arbeiteten laut Berichten etwa fünf Jahre daran. In einem Radiointerview vor der Premiere erklärte Xin, dass ihm eine fertige Geschichte wichtiger sei als die perfekte Ausarbeitung jedes Bilddetails. Manche kritisierten die Qualität, andere bewunderten die menschliche Arbeit. Übertriebene Lobeshymnen auf das angebliche Meisterwerk waren teils ironisch gemeint.
Warum gibt es Witze über Aktien?
Der chinesische Titel 牛来 erinnert an 牛市来, „Der Bullenmarkt kommt“. Nutzer machten daraus einen scherzhaften Glückwunsch für steigende Kurse. Das ist Wortspielerei und keine Anlageempfehlung.
Fazit
Bei Niu Lai wurde aus einer schlechten Bewertung ein ungewöhnlicher Werbespruch: „So seltsam? Das muss ich selbst sehen.“ Die Kuh bewegte sich stockend, doch die Mundpropaganda raste.


