Warum „Reue“ beim zweiten Lesen wie ein Schlag trifft
1. Die übersehene Szene
Diese Lesart ist sehr gut begründet, wird aber nicht ausdrücklich von Hiruzen bestätigt. Kapitel 647 von Naruto, in Band 67, heißt im Japanischen „後悔“ – Reue. Über Inos mentale Verbindung werden Narutos Erinnerungen an die vereinten Shinobi übermittelt. Darunter ist Asuma Sarutobis Beerdigung. Sein Vater Hiruzen Sarutobi, der Dritte Hokage, wird nach seiner Wiederbelebung durch Edo Tensei ebenfalls schweigend gezeigt. Plötzlich kann diese Szene für ihn eine ganz persönliche Todesnachricht enthalten.[1][2]
2. Eine besonders bittere Zeitlinie
Hiruzen stirbt im ersten Teil im Kampf gegen Orochimaru. Asuma stirbt später im Kampf gegen Hidan. Erst im Vierten Ninja-Weltkrieg holt Orochimaru Hiruzen zurück. Asumas Tod geschah somit in einer Zeit, in der sein Vater nicht lebte. Narutos Erinnerungen können Hiruzen jetzt erzählen, was damals passierte. Bereits 2013 bemerkten japanische Leser den traurigen Gesichtsausdruck. Es handelt sich also nicht um eine frisch erfundene Internet-Theorie.[2][3]
3. Ein Titel und zwei Richtungen der Reue
Naruto verwandelt seine Reue in einen Antrieb für die Zukunft. Er denkt an Menschen, die er nicht retten konnte, und will den Fehler nicht wiederholen. Bei Hiruzen könnte Reue auf eine Vergangenheit verweisen, die nicht mehr zu ändern ist. Sein Verhältnis zu Asuma war belastet. Naruto: „Ich kann es künftig besser machen.“ Hiruzen: „Ich erfahre es, als es schon zu spät ist.“ Das ist eine Deutung der Erzählweise, keine offiziell bestätigte Absicht des Autors.
4. Jiraiya und die Grenze der Belege
Auch Jiraiyas Tod gehört zu Narutos Erinnerungen. Als ehemaliger Schüler Hiruzens könnte er so ebenfalls Teil dieser erschütternden Mitteilung geworden sein. Wann Hiruzen von den einzelnen Todesfällen erstmals hörte, wird jedoch nicht ausdrücklich festgelegt. Inos Technik übermittelt hier Gedanken und Gefühle; sie übernimmt nicht den Körper eines anderen Menschen.[1][4]
5. Die grausamste Gruppennachricht
In einer anderen Serie könnte ein Vater, der vom Tod seines Sohnes erfährt, eine ganze Folge füllen. Hier läuft der Weltkrieg einfach weiter. Edo Tensei holt den Dritten Hokage zurück zum Dienst, und die allgemeine Durchsage könnte den Nachruf auf seinen Sohn enthalten. Als schwarzer Humor klingt das absurd. Sein schweigender Blick nimmt dem Ganzen den Witz. „Reue“ ist ein erschreckend passender Titel.
Quellen (5)
- Naruto-Manga, Kapitel 647 naruto.fandom.com
- Japanische Kapitelbesprechung von 2013 konohanogenin.hatenablog.com
- Analyse von Hiruzen und Asuma aus dem Jahr 2013 konohanogenin.hatenablog.com
- Offizielle Erklärung der mentalen Kommunikation naruto-official.com
- Offizielle Seite zum Familienverhältnis naruto-official.com
