Beschreibung: Gerardon gewann am 17. Oktober 2026 den King of Conte. Nur Stunden später sollte das Duo bei Sunday Japon eine Lebensmittelsteuersenkung kommentieren. Warum die verlegene Antwort zum Gag wurde.
Die Pointe liegt im abrupten Rollenwechsel: Samstagabend noch Sieger eines Sketch-Wettbewerbs, Sonntagmorgen plötzlich als Steuerexperte gefragt. Am 18. Oktober 2026 trat das japanische Comedy-Duo Gerardon in der TBS-Livesendung Sunday Japon auf, einer Mischung aus Nachrichtendiskussion und Unterhaltung. Attack Nishimoto zögerte, als er zu einer geplanten Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel Stellung nehmen sollte. Im Studio wurde gelacht; japanische Medien berichteten außerdem über amüsierte Zuschauerreaktionen.
Wer ist Gerardon, und was war am Vortag passiert?
Attack Nishimoto und Kamichii hatten am 17. Oktober den King of Conte 2026 gewonnen, einen japanischen Wettbewerb für gespielte Comedy-Sketche. Sie erhielten in beiden Runden jeweils 671 Punkte, insgesamt 1.342. Für den Wettbewerb hatten sich 3.445 Gruppen angemeldet. Das Duo überzeugte mit übertriebener Körperkomik und Figuren, die auch den größten Unsinn todernst spielen.
Warum kam das Thema Steuern auf?
Laut offiziellem TBS-Programm begann Sunday Japon am 18. Oktober um 9.54 Uhr japanischer Zeit. Für die Ausgabe waren eine Debatte über die Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel und die Finanzierung der Maßnahme angekündigt. Gleichzeitig standen die frisch gekürten Comedy-Sieger auf der Gästeliste. Die japanische Verbrauchsteuer ist vom Grundgedanken her mit der Mehrwertsteuer vergleichbar. Es ging also um Finanzpolitik, nicht um eine Rechenfrage beim Einkaufen.
ORICON NEWS berichtete, Nishimoto habe nachgedacht und sich nicht sofort für oder gegen den Vorschlag ausgesprochen. Nikkan Sports schilderte einen anderen Ausschnitt: Moderator Hikari Ota, selbst Komiker, fragte nach der Steuer. Nishimoto reagierte mit Selbstironie und behauptete sinngemäß, sie könnten nicht einmal alle Präfekturen der japanischen Region Shikoku aufzählen. Beide Berichte greifen unterschiedliche Momente heraus und ergeben kein lückenloses Wortprotokoll.
Weshalb war das komisch?
Nach einem solchen Sieg erwartet man Fragen zum Auftritt, zur Trophäe und zur Feier. Stattdessen soll der Sieger unmittelbar eine Steuerreform beurteilen. Bühnenkomik und eine fundierte Meinung zur Finanzpolitik sind völlig verschiedene Fähigkeiten. Ota nutzte diesen Gegensatz, indem er die Frage mit ernster Miene stellte. Nishimoto verwandelte die Verlegenheit in einen Witz auf eigene Kosten.
Nikkan Sports hielt auch eine Bemerkung über sein angeblich müdes Aussehen fest: Nishimoto scherzte, seine Augenlider seien einfach besonders dick. Das war eine komische Ausrede, kein Nachweis für tatsächlichen Schlafmangel. Gelacht wurde über die unpassende Aufgabenverteilung, nicht über eine bestimmte politische Position.
Was sagten Zuschauer, und wie ging es weiter?
ORICON NEWS zitierte japanische Beiträge, die das Duo in der Debatte deplatziert fanden und scherzhaft forderten, man solle es endlich nach Hause lassen. Solche Beispiele belegen einzelne Reaktionen, keine repräsentative Meinung und keinen weltweiten Trend. Später lobte Ota den Siegerauftritt und nannte den Erfolg zugleich neckisch einen „unfairen Trick“. Nishimoto rannte außerdem durch eine Pappwand, in die der Umriss seines Kopfes geschnitten war. Die körperliche Komik war zurück.
Fazit
Samstag: König der Sketche. Sonntag: unfreiwilliger Gast im Steuerpanel. Genau dieser Sprung machte die Szene lustig. Stand der Prüfung: 19. Oktober 2026. Grundlage sind die offiziellen TBS-Programminformationen und zeitnahe Medienberichte; die vollständige Originalsendung wurde nicht direkt angesehen. Belegt sind Reaktionen aus Japan, keine Verbreitung im deutschsprachigen Raum.




