Ein selbstbewusst blickender Star, eine Überschrift wie aus einem Ratgeber und darunter Sätze, mit denen man ein Bewerbungsgespräch garantiert nicht retten würde: Genau so funktioniert das Meme Things To Say. Es verkauft absichtlich schlechte Ratschläge, als wären sie ein Geheimrezept für Erfolg.
Das Rezept für den Witz
Neben einem coolen Promifoto steht eine Liste angeblich passender Aussagen. Mal geht es um ein Gespräch mit Lehrkräften, mal um das erste Treffen mit dem Vater des Partners oder der Partnerin, mal um ein Vorstellungsgespräch. Die Verpackung erinnert an Motivationsposts. Der Inhalt eher an eine Anleitung, sich möglichst schnell unbeliebt zu machen.
Wer nur die Überschrift sieht, erwartet Hilfe. Wer weiterliest, merkt: Diese Tipps sind gerade deshalb lustig, weil man sie niemals ernst nehmen sollte.
Wann wurde das bekannt?
Know Your Meme dokumentiert einen frühen TikTok-Beitrag vom 17. August 2026. Am 30. August folgte laut der Seite eine Variante zum Kennenlernen des Vaters der eigenen Partnerperson, am 31. August eine über Bewerbungsgespräche. Im September verbreitete sich das Format auch auf Instagram. Bei der dortigen Abstimmung zum Meme des Monats September lag es auf Platz eins. Das ist kein Beweis dafür, wer die allererste Version erstellt hat.
Warum bleibt es hängen?
Das Bild strahlt Kompetenz aus, die Sätze verbreiten Chaos. Dieser Widerspruch reicht für den Gag: Der vermeintliche Profi macht aus Small Talk ein Eigentor.
Als Meme verschicken? Gern. Vor dem echten Bewerbungsgespräch auswendig lernen? Bitte nicht.
