Ist es zu spät, wenn man erst mit über 30 neue Freunde finden möchte?
Kurz gesagt: nein.
Allerdings entstehen Freundschaften nicht mehr so leicht von selbst wie Anfang zwanzig.
Mit über 30 entwickeln sich die Lebenswege stärker auseinander.
Manche sind verheiratet.
Manche ziehen Kinder groß.
Manche sind beruflich sehr eingespannt.
Manche haben den Arbeitsplatz gewechselt.
Manche sind in ihre Heimat zurückgezogen.
Manche sind weit weggezogen.
Andere sind alleinstehend und zeitlich vergleichsweise frei.
Auch Tagesrhythmus und Wertvorstellungen unterscheiden sich stärker.
Deshalb kann man nicht mehr jeden auf dieselbe Weise treffen.
Gleichzeitig wird es dadurch leichter, gezielt Menschen zu finden, die wirklich zu einem passen.
Beim Aufbau von Freundschaften mit über 30 ist die Passung wichtiger als die Anzahl.
Menschen, nach deren Gesellschaft man nicht völlig erschöpft ist.
Menschen, die nicht ständig versuchen, sich über andere zu stellen.
Menschen, die den eigenen Lebensrhythmus respektieren.
Menschen, die mit Geld und Zeit ähnlich umgehen.
Menschen mit passenden Interessen.
Menschen, die persönliche Grenzen respektieren.
Nach solchen Menschen lohnt es sich zu suchen.
Mit über 30 ist es realistischer, einige wenige passende Menschen zu finden, als wie in jüngeren Jahren möglichst viele Leute kennenzulernen.
Es ist nicht zu spät.
Nur die Methode ändert sich.
Statt auf zufällige Begegnungen zu warten, schafft man bewusst Gelegenheiten, Menschen kennenzulernen, und achtet stärker darauf, wer wirklich zu einem passt.
So verändert sich das Knüpfen von Freundschaften nach dem 30. Lebensjahr.
