Ich habe von Pretty Cure geträumt. Allerdings saß ich nicht vor dem Fernseher. Ich steckte selbst in der Hauptrolle und sah alles aus der Ich-Perspektive. Wie mein Verwandlungskostüm aussah, wusste ich deshalb nicht einmal.
Klar war nur: Wir waren zu fünft und saßen gemeinsam in einem Auto. Am Ende sollten wir alle verzweifelt in die Erde graben, um einer Atombombe zu entkommen.
Das sollte doch eigentlich ein Magical-Girl-Abenteuer sein.
Eine Schlaf-Falle am Boden der Lunchbox
Am Anfang standen dünne Metallstreifen. Wer einen berührte, wurde sofort gegen seinen Willen eingeschläfert.
Dann entdeckte ich, dass der Boden einer Lunchbox vollständig mit diesen Streifen ausgelegt war.
Wer versteckt bitte eine Schlaf-Falle unter dem Mittagessen? Das ist keine Mahlzeit, sondern ein Hinterhalt mit Beilage.
Die Spur ließ uns vermuten, dass sich in einem Haus ein Gegner versteckte. Also fuhren wir hin, um nachzusehen. Bis dahin klang alles noch nach einer halbwegs normalen Detektivfolge.
Fünf im Auto – und plötzlich rammt uns ein verdächtiger Wagen
Wir fünf waren im Teamauto unterwegs, als uns ein verdächtiger Wagen verfolgte. Er blieb nicht einfach hinter uns, sondern raste direkt auf unser Auto zu.
Ich wehrte mich mit einem harten Schutzschild, einer Kraft, die den Angreifer zurückschleuderte, und einer Fähigkeit, die ihn verwirrte. Hauptsache, wir wurden nicht getroffen.
Trotzdem mussten wir weiter fliehen und landeten schließlich in einer Sackgasse. Der Gegner hatte uns genau dort, wo er uns haben wollte.
Der Bösewicht sprach einen Zauber. Dann kam die Atombombe.
In der Falle begann der Gegner eine Beschwörung.
Und plötzlich tauchte eine Atombombe auf.
Erst eine Einschlaf-Falle, dann ein Angriff mit dem Auto und schließlich eine Atomwaffe. Dieser Bösewicht hatte die Eskalationsstufen offenbar komplett übersprungen.
Einen schicken Spezialangriff konnten wir vergessen. Jetzt ging es nur noch darum, dass alle fünf überlebten.
Nach unten graben, oben zuschütten, weitergraben
Also fingen wir an, uns in den Boden zu graben.
Wie in Minecraft: nach unten buddeln, die Öffnung über unseren Köpfen sofort wieder verschließen, dann noch tiefer. Die anderen vier machten mit. Fünf Magical Girls kämpften gegen eine nukleare Katastrophe – mit gemeinschaftlichem Bergbau.
Dummerweise kam die Erddecke im Traum nach der Explosion immer näher.
Unten graben. Oben verschließen. Die Decke drückt herunter. Schneller graben.
„Bitte rechtzeitig! Wir müssen es schaffen!“
Ich sah das nicht bloß als Zuschauer. Ich war mittendrin und musste selbst reagieren. Natürlich funktioniert diese Flucht nur nach den völlig eigenen Regeln eines Traums, nicht als echte Schutzmaßnahme gegen eine Atomexplosion.
Wir überlebten. Oben war alles Wüste.
Irgendwie schafften wir es alle fünf.
Als wir wieder an die Oberfläche kamen, war alles verschwunden, was sich dort zuvor befunden hatte. So weit das Auge reichte, lag nur noch Wüste.
Angefangen hatte alles mit der Spur einer Falle in einer Lunchbox. Geendet hat es in einer Welt nach dem Untergang.
Das Verrückte: Der Traum hatte tatsächlich eine nachvollziehbare Handlung. Hinweis finden, Haus untersuchen, verfolgt werden, in die Sackgasse geraten, sich freigraben und danach die zerstörte Welt sehen.
Die fünf Pretty Cures haben die Welt nicht gerettet. Aber gemeinsam haben sie sich durchgebuddelt und überlebt.
Für welche Altersgruppe war diese Serie bitte gedacht?
