Beschreibung: Eine Mindestwertung beim King of Conte 2026 wurde zum Fernsehgag und dann zum Streit über anonyme Juroren. Die Chronologie, die Rechnung und die Reaktionen vom 21. Oktober.
Am 17. Oktober 2026 erhielt das japanische Comedy-Trio Nelsons von einem der 60 Juroren nur einen von fünf Punkten. Die Mitglieder reagierten auf der Bühne und kündigten später an, den Bewerter zu suchen. Selbst wenn aus der Eins eine Fünf würde, bliebe Nelsons auf Platz sechs.
Was war das für ein Wettbewerb?
King of Conte ist ein japanischer Wettbewerb für kurze gespielte Comedy-Szenen. Seine erste Hoffnungsrunde wurde am 17. Oktober ab 14 Uhr japanischer Zeit auf TBS im Special Owarai no Hi ausgestrahlt. Zehn Gruppen kämpften um den letzten Finalplatz. 60 Komiker, die zuvor fortgeschrittene Runden erreicht hatten, vergaben jeweils ein bis fünf Punkte. Nur die besten drei kamen in die Publikumsabstimmung.
Nelsons trat als Dritter auf und spielte eine Büroszene, in der ein missglücktes Liebesgeständnis immer mehr Chaos auslöst. Das Trio bekam 251 von 300 Punkten, darunter eine Eins und eine Zwei. Wada Manjuu sagte, er werde herausfinden, wer so abgestimmt habe; Aoyama Fallgachi protestierte ebenfalls. Als Wada mit finsterem Blick abging, ermahnte Moderator Ryuichi Hamaya ihn scherzhaft. Die Ergebnisverkündung hatte eine zusätzliche Comedy-Szene hervorgebracht.
Warum gab es am 21. Oktober neue Reaktionen?
Nach dem Ausscheiden veröffentlichte Nelsons auf dem offiziellen YouTube-Kanal ein Video mit einem Titel, der sinngemäß „Wer uns einen Punkt gab, soll in Angst schlafen“ bedeutet. Bis zum 20. Oktober sprach Aoyama über eine Theaterveranstaltung am 21. und versprach, den Juror zu finden. Am 21. schrieb er, er sei mit deutlich mehr Kritikern aufgewacht und könne nun nicht mehr zurück. Bis zum Morgen des 22. Oktober gab es keine verlässliche Bestätigung der Identität des Bewerters.
Hat dieser Punkt die Niederlage verursacht?
Die Wertungen lauteten: einmal 1, einmal 2, achtmal 3, sechsundzwanzigmal 4 und vierundzwanzigmal 5. 1+2+24+104+120=251. Fünfzig Juroren vergaben vier oder fünf Punkte. Ersetzt man die Eins durch eine Fünf, entstehen 255 Punkte. Edogawa Junk Junk hatte auf Platz fünf 256, Kissa Moon auf Platz drei 264. Nelsons wäre weiterhin nicht in die Publikumswahl gekommen. Spicy Garlic gewann die Hoffnungsrunde.
Warum ist die Szene zugleich lustig und umstritten?
Ein unsichtbarer Juror wird zum geheimnisvollen Verdächtigen eines improvisierten Krimis. Der Wechsel von einer nüchternen Wertung zu einer Detektivgeschichte ist der Witz. Allerdings erlaubte das Reglement eine Eins. Wer im Netz immer wieder ankündigt, einen anonymen Bewerter zu enttarnen, kann Druck erzeugen. Die Presse berichtete sowohl über Wünsche nach einem neuen Sketch als auch über Kritik an der Suche. Einzelne Kommentare sind keine repräsentative Umfrage.
Fazit
Wer die Eins gab und warum, ist nicht belegt. Sicher ist nur, dass auch die Höchstnote nichts am sechsten Platz geändert hätte. Der Wettbewerb ist vorbei, aber die kleinste Zahl der Anzeigetafel verlangt offenbar eine Zugabe.



