Weil Nada Boumeftah ihren Wahlsieg mit der Energie einer Spielerin erklärte, die gleich aufs Eis geht und ein Tor schießt. Das politische Interview wirkte auf einmal wie eine Kabinenansprache vor dem Endspiel.
Am 5. Oktober 2026 gewann Boumeftah den Wahlkreis Maurice-Richard im kanadischen Québec. Bei Radio-Canada dankte sie ihrem Team, sprach begeistert über das Rot ihrer Liberalen Partei und wechselte dann zum Eishockey: Trikot bereit, Schlittschuhe an, Puck in der Hand, jetzt wollte sie treffen.
Sie meinte damit, dass sie im Parlament loslegen könne. Doch die laute Stimme und die großen Gesten erinnerten eher an ein Team unmittelbar vor dem Spiel. Weil Eishockey in Québec vertraut ist, war das Bild für die Zuschauer sofort verständlich.
Bereits am 6. Oktober berichteten regionale Medien über Reaktionen im Netz. Es entstanden Montagen mit Laseraugen und eine Heavy-Metal-Fassung ihrer Rede. Boumeftah erzählte später, Jugendliche hätten sie auf der Straße nachgeahmt. Die dokumentierten Reaktionen stammen hauptsächlich aus dem französischsprachigen Québec.
Der Wahlkampf ist zu Ende. Das Internet wartet immer noch auf den Puckeinwurf.
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