Stand: 18. Oktober 2026. Bei der Erdbebenwarnung vom 16. Oktober räumte NTT Docomo ein, die Warnung nicht an die vorgesehenen Regionen verteilt zu haben. Laut zeitgenössischen Berichten funktionierte die Verteilung bei KDDI (au) und SoftBank. Für Rakuten Mobile konnte kein gleichwertig belegtes Ergebnis ermittelt werden. Auch eine einheitliche öffentliche Messreihe zu langfristigen Ausfallquoten und tatsächlichen Empfangssekunden der vier Netze liegt für diesen Vergleich nicht vor.[1][2]
1. Fehlalarm: Gewinnt der Anbieter, bei dem nichts klingelt?
Am 16. Oktober gegen 12:40 Uhr japanischer Zeit gab die japanische Wetterbehörde eine Erdbebenwarnung für Gebiete von Hokkaido bis Zentraljapan heraus. Nahe Kamtschatka hatte sich tatsächlich ein Erdbeben der Magnitude 6,9 ereignet. Im Warnsystem wurde jedoch ein Ereignis im Bereich der Kurilen mit Magnitude 9,9 erheblich überschätzt. Die Behörde zog die Warnung zurück, erläuterte die Fehleinschätzung und kündigte Sofortmaßnahmen an.[3][4]
Da liegt ein scherzhafter Gedanke nahe: Wenn der Alarm falsch war, war das Schweigen von Docomo vielleicht genial? Docomo erklärte selbst, dass eingehende Daten teilweise von dem üblichen Format abwichen und das System sie nicht korrekt erkannte.[1] Das war ein Übertragungsfehler, keine intelligente Qualitätskontrolle. Ein kaputter Rauchmelder ist nicht deshalb gut, weil an diesem Tag kein Feuer ausbricht.
2. Rangliste der wenigsten Übertragungsfehler beim Vorfall
| Platz | Anbieter | Gesichertes Ergebnis |
|---|---|---|
| Geteilter 1. Platz | au (KDDI) | Normale Zustellung laut Bericht |
| Geteilter 1. Platz | SoftBank | Normale Zustellung laut Bericht |
| Nicht bewertet | Rakuten Mobile | Keine gleichwertige Bestätigung |
| Hinter den bestätigten Erfolgen | NTT Docomo | Regionalen Verteilungsausfall eingeräumt |
Die Tabelle bewertet einen Warnvorgang auf Netzbetreiberebene, nicht die tatsächliche Empfangsquote aller Geräte. Laut Docomo umfasste das vorgesehene Gebiet unter anderem Hokkaido, Tohoku, Hokuriku, Kanto, Koshin, Tokai und die Izu-Inseln.[1][2]
3. Die meisten Fehler: dieselben Daten anders herum
Bei diesem einen Vorgang gab es einen bestätigten großflächigen Ausfall bei Docomo, keinen vergleichbar bestätigten Fehler bei au und SoftBank sowie einen ungeklärten Status für Rakuten. „Ein Vorfall“ bedeutet keineswegs „ein betroffenes Telefon“. Docomo erklärte, die Anpassungen seien am 17. Oktober um 19:04 Uhr japanischer Zeit abgeschlossen worden.[1]
4. Kann man historische Pannen dazuzählen?
SoftBank meldete 2012 für bestimmte Smartphones Probleme mit Warntönen von weniger als einer Sekunde oder fehlenden Benachrichtigungsfenstern unter speziellen Bedingungen.[5] Das sind Fehler bei der Darstellung am Endgerät; Docomo hatte 2026 ein Problem bei der netzseitigen Verteilung. Für eine belastbare Langzeitrangliste bräuchte man dieselben Bezugszeiträume, alle erwarteten Warnvorgänge, tatsächlichen Fehler, betroffene Nutzer und Ausfallzeiten. Wer Pressemitteilungen zählt, misst unter Umständen eher die Öffentlichkeitsarbeit als die Sicherheit.
5. Die Vier-Sekunden-Falle
Eine internationale technische Vorgabe verlangt, dass eine kurze Erstwarnung innerhalb von vier Sekunden nach Eingang der Warninformation im Netz des Betreibers bei erreichbaren Geräten ankommt.[6] Das ist keine Vier-Sekunden-Frist ab Erdbebenbeginn oder ab Veröffentlichung durch die Wetterbehörde und erst recht kein gemessener Durchschnittswert aller vier Unternehmen. Ausführlichere Folgeinformationen unterliegen anderen Anforderungen; ausgeschaltete oder nicht erreichbare Geräte sind ausgenommen.
Einheitlich gemessene Zeiten vom offiziellen Warnzeitpunkt bis zum tatsächlichen Handyalarm wurden für Docomo, au, SoftBank und Rakuten nicht ermittelt. Normale 5G-Downloadraten oder Ping-Werte taugen nicht als Ersatz: Notfallmeldungen werden per Rundfunkverfahren verteilt.[7]
6. Wer ist insgesamt die Nummer eins?
Nur für den 16. Oktober: au und SoftBank liegen gleichauf; Rakuten bleibt unbewertet; Docomo hat einen bestätigten Ausfall. Für langfristige Zuverlässigkeit plus Geschwindigkeit: Die Vergleichsdaten reichen für einen Gesamtsieger nicht aus.
Eine aussagekräftige Untersuchung müsste dieselben Warnungen in vergleichbaren Regionen und mit vergleichbaren Geräten testen: Empfangsquote, Median und langsame Randfälle der Ankunftszeit, Umfang und Dauer der Störung.
7. Was Nutzer zuerst prüfen sollten
Prüfen Sie, ob Ihr Gerät die japanischen Erdbebenwarnungen unterstützt und der Empfang aktiviert ist. Die japanische Wetterbehörde verlinkt Anleitungen der Anbieter.[7] Bei einer echten Warnung zählen Kopfschutz und ein sicherer Standort mehr als jede Netzrangliste.
Die Pointe: Docomo durchschaute den Fehlalarm nicht. Vielmehr deckte der Fehlalarm einen echten Fehler auf, der am nächsten Tag behoben wurde.
共通出典 / Shared sources
原稿の扱い / Source status
- Evidence checked: 2026-10-18 JST. This is an incident-specific ranking with Rakuten Mobile undetermined, not a quantitative nationwide long-run comparison.
- The four-second network requirement is not a real-world end-to-end benchmark for each Japanese carrier. The number of users affected by Docomo's incident is not counted here as a single device.
- Source manuscript only. GitHub storage, editorial checks, ingestion, publication, and production verification are separate stages. No images are included.
Quellen (7)
- NTT Docomo, official October 17, 2026 notice of completed correction at 19:04 JST, affected regions and cause (unrecognized partially different incoming data format) docomo.ne.jp
- ケータイ Watch, 岩井祐一郎, 16 October 2026, report identifying successful distribution by KDDI and SoftBank and failed distribution by Docomo k-tai.watch.impress.co.jp
- Japan Meteorological Agency (JMA), announcements of 16 October 2026, initial statement and follow-up on the overestimated earthquake warning: ; https://www.jma.go.jp/jma/press/2610/16c/202610161730.html ; emergency measures: https://www.jma.go.jp/jma/press/2610/16d/202610162240.html jma.go.jp
- JMA, earthquake detail for the 16 October Kamchatka-area event, magnitude 6.9 data.jma.go.jp
- SoftBank, 15 November 2012, official notice of notification sound and popup issues on certain smartphones softbank.jp
- 3GPP TS 22.268, section 5.2, public warning system requirement: primary notification within four seconds measured from receipt at the operator's network boundary until delivery to an in-coverage device; secondary notification and exclusions are separately specified: ; July 2026 ETSI catalogue: https://standards.iteh.ai/catalog/standards/etsi/fed20736-dc9d-495a-9841-8597b57cdfa4/etsi-ts-122-268-v19-3-0-2026-07 itecspec.com
- JMA, receiving earthquake early warnings on mobile phones, with links to carrier support and configuration information: ; Osaka City, explanation of area-wide emergency broadcast: https://www.city.osaka.lg.jp/kikikanrishitsu/page/0000138830.html jma.go.jp





