Muse ist Metas persönlicher KI-Agent, der nicht nur Antworten liefert, sondern Aufgaben tatsächlich ausführen soll. Der offizielle Start in Japan war am 23. Oktober 2026. Muse ist auf Mobilgeräten und im Web verfügbar und bietet ein begrenztes kostenloses Kontingent.[1][2]
Früher hieß Reiseplanung: E-Mails prüfen, Kalender öffnen, Preise vergleichen und dieselben Angaben überall wiederholen. Muse verspricht einen einzigen Ansprechpartner, der die erlaubten Schritte übernimmt. Selbst wenn die App geschlossen wird, kann die Arbeit weitergehen. Ein Kollege ohne Feierabend? Klingt praktisch. Zum Glück braucht auch dieser Kollege für jede Tür eine Berechtigung.
Kann Muse wirklich selbst andere Dienste bedienen?
Meta beschreibt, dass Muse Aufgaben planen, Webseiten öffnen, Formulare ausfüllen und mehrere Schritte in verbundenen Diensten ausführen kann. Beispiele sind Reisevorbereitung, E-Mail-Verwaltung und Terminplanung. Längere Arbeiten laufen im Hintergrund weiter; bei wichtigen Aktionen holt das System die Zustimmung der Nutzer ein.[1][3]
In der japanischen Ankündigung nennt Meta unter anderem Gmail, Google Kalender und Instagram. Weitere Anbindungen sind angekündigt, doch ihre Verfügbarkeit hängt vom Land, Konto und Einführungsstand ab.[1] Ein Generalschlüssel für sämtliche Internetkonten ist das nicht.
Übernimmt Muse einfach meine ChatGPT-Projekte?
Das sollte man nicht voraussetzen. Die Fähigkeit, verschiedene Apps zu bedienen, gewährt nicht automatisch Zugriff auf private Projekte oder Gesprächsverläufe eines anderen KI-Anbieters. Die hier geprüften offiziellen Meta-Unterlagen bestätigen keine vollständige Übernahme von ChatGPT-Projekten.[1][2]
Auch beim E-Mail-Zugriff macht es einen Unterschied, ob Muse Nachrichten nur lesen oder tatsächlich versenden darf. Der Spielraum folgt den erteilten Berechtigungen.[3]
Kostenloser Einstieg und eine Milliarde Muse-Tokens per Einladung
Unter Android heißt die offizielle App „Muse from Meta“ und trägt die Paketkennung com.facebook.aura.[4] Meta bestätigt ein kostenloses Nutzungslimit, das sich erneuert, sowie kostenpflichtige Angebote für höheren Bedarf.[2]
Einzelne Nutzer berichten von einer Anmeldung über ein vorhandenes Meta-Konto ohne Eingabe von Kreditkartendaten. Öffentlich gezeigte Einladungshinweise besagen, dass ein Code in den Einstellungen innerhalb von 48 Stunden nach der Registrierung sowohl dem Werbenden als auch dem neuen Nutzer jeweils eine Milliarde Muse-Tokens einbringt.[5]
Einladungscode (auch der Werbende erhält einen Bonus): A96MB6. Registriere dich über die offizielle Muse-Seite und gib den Code innerhalb von 48 Stunden nach dem Beitritt unter Einstellungen ein. Laut Einladungsaktion erhalten berechtigte neue Nutzer und Werbende jeweils eine Milliarde Muse-Tokens. Die Nutzung dieses Codes belohnt also auch den Empfehlenden dieses Artikels. Ob der Code noch gültig ist, wie viele Einlösungen übrig sind und ob die Tokens gutgeschrieben wurden, zeigt die App.[5]
Das klingt nach einem Lottogewinn in Rechenleistung. Es ist aber kein Beleg dafür, dass eine Milliarde Muse-Tokens einer Milliarde kostenloser Eingabe-Tokens eines üblichen Sprachmodells entspricht. Verbrauch, Gültigkeit und Kontostand sollten direkt im Konto geprüft werden. Die offizielle FAQ bestätigt die Erneuerung des Gratislimits, nicht jedoch eindeutig einen wöchentlichen Rhythmus.[2]
Womit anfangen?
Sinnvolle erste Aufgaben sind Preisvergleiche, Recherchen mit Quellen oder E-Mail-Entwürfe. Erst das Ergebnis prüfen, dann gezielt zusätzliche Rechte vergeben. Meta beschreibt Freigaben vor Käufen und dem Nachrichtenversand, ein Tätigkeitsprotokoll sowie widerrufbare Verbindungen.[3] Google Play weist außerdem auf mögliche Fehler und unerwartete Aktionen hin.[4]
Entscheidend ist nicht die enorme Tokenzahl, sondern ob die Arbeit wirklich erledigt wurde. Beim neuen Kollegen bestellt man zuerst einen Bericht. Die Firmenkreditkarte bleibt vorerst im Schrank.
Quellen (5)
- Meta, Einführung in Japan about.fb.com
- Offizielle Muse-FAQ ai.meta.com
- Meta, Funktionsweise und Schutzmaßnahmen about.fb.com
- Offizielle Google-Play-Seite play.google.com
- Nutzerbericht zum Einladungsprozess, keine offiziellen Bedingungen note.com





