„Perdón“ ist Spanisch für „Entschuldigung“. Bei diesem Fotomeme vom Oktober 2026 erscheint zuerst eine übertrieben perfekte KI-Version von dir oder deinem Haustier. Danach wird mit jedem Bild eine Verschönerung zurückgenommen. Am Ende steht das gewöhnliche Originalfoto mit „Perdón“. Die englische Halloween-Variante „I'm so sorry I lied“ zeigt oft, dass ein prächtiges Kostüm in Wirklichkeit selbst gebastelt war.
Warum ist das letzte Bild lustig?
Das erste Bild zeigt einen Sportstar im ausverkauften Stadion, das letzte nur ein gewöhnliches Trainingsfoto. Aus einem Prinzessinnenkleid kann eine Papierkrone werden. Übliche KI-Vorher-nachher-Bilder führen vom Alltag zum Glamour; dieses Meme geht rückwärts. Mit jedem Wischen wird eine Übertreibung eingeräumt. Das sind Beispiele für das Format, keine erfundenen Nutzerkommentare.
Wann und wo verbreitete sich das Meme?
Der kommerzielle Beobachter MakeViral dokumentiert einen argentinischen Feldhockey-Beitrag vom 13. Oktober 2026 mit etwa 4,5 Millionen Aufrufen bis zum 19. Oktober. Er nennt außerdem Beispiele vom 15. Oktober: Jiu-Jitsu in Mexiko mit rund 4,2 Millionen und Feuerwehrleute in Chile mit rund 4,3 Millionen Aufrufen. Am 17. Oktober zeigte der mexikanische Account @jimherrp031727 einen Chihuahua zunächst als KI-„Prinzessin“ und danach als echten Hund. MakeViral meldete rund 6,6 Millionen Aufrufe und 2 Millionen Likes. Der Originalbeitrag ist verlinkt, ließ sich aber nicht direkt abspielen; Beschreibung und Zahlen werden deshalb ausdrücklich der Quelle zugeschrieben.
Was ist bei Halloween und der Musik anders?
Etwa vom 18. bis 20. Oktober wurde eine englische Variante mit Kindheitskostümen bekannt: zuerst die luxuriöse KI-Verkleidung, dann das echte selbst gemachte Kostüm. Spanische Beispiele behandeln auch Sport, Berufe und Haustiere. MakeViral verbindet viele Beiträge mit einem Sound von Harrison vom 6. August; ein anderer Beobachter nennt für englische Posts „original sound – secret“. Rund 148.200 Nutzungen eines Sounds bis zum 21. Oktober zählen alle Videos mit diesem Ton, nicht nachgewiesene „Perdón“-Memes allein.
Wie kann man mitmachen?
Nimm ein eigenes Foto, behalte Gesicht und Perspektive bei und übertreibe mit KI Kleidung oder Kulisse. Stelle das am stärksten bearbeitete Bild an den Anfang, entferne pro Bild eine Verschönerung und schließe mit Original und „Perdón“. Zwei Bilder genügen; drei bis fünf bauen die Pointe besser auf. Ein bestimmter kostenpflichtiger Dienst ist nicht nötig. Kennzeichne realistische KI-Bearbeitungen, erfinde keine echten Abschlüsse oder Notfälle und hole für fremde Fotos eine Erlaubnis ein.
Fazit
„Perdón“ dreht das übliche Vorher-nachher-Prinzip um: Die Traumversion beginnt, die Wirklichkeit hat das Schlusswort. Die KI rollt den roten Teppich aus; das Originalfoto kommt in Hausschuhen.



