Sauna, Karaoke und sogar Tennis im Love Hotel? Japans überraschende Freizeit-Zimmer

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Eigentlich ging es nur um eine einfache Frage: Wo können zwei Menschen ungestört Zeit miteinander verbringen?

Im Café sitzen andere Gäste. Ein privates Zimmer klingt gemütlicher. In Japan landet man bei dieser Suche womöglich bei einem Love Hotel, also einem Hotel für Paare, das häufig sowohl kurze Aufenthalte als auch Übernachtungen anbietet.

Dann wird die Ausstattungsliste immer merkwürdiger.

Karaoke. Videospiele. Sauna. Außenbad. Ein Bereich mit beheizten Steinen zum Entspannen.

Moment mal. Tennis?

Man wollte ein ruhiges Zimmer finden und liest plötzlich die Beschreibung einer Sportanlage.

1. Ein Zimmer kann mehr als nur ein Bett bieten

Einige japanische Love Hotels haben Zimmer mit einem beheizten Steinbad zum Ruhen, dem sogenannten Ganbanyoku. Andere bieten in bestimmten Zimmern Sauna oder Karaoke an. Wieder andere ermöglichen Gästen, Gemeinschaftsbereiche wie Außenbäder, Tischtennis oder Billard exklusiv zu reservieren.

Wer Energie hat, singt oder spielt. Wer erschöpft ist, ruht sich aus. Und wer gar nichts unternehmen möchte, kann einfach mit der anderen Person zusammensitzen.

Ein und dieselbe Art von Unterkunft kann sowohl Freizeitaktivität als auch Rückzugsort sein.

Das bedeutet nicht, dass jede Anlage alles bietet. Manche Extras gibt es nur in bestimmten Zimmern, andere müssen separat gebucht werden.

2. Spätestens beim Tennis wird es absurd

Ein Hotel in Kyoto bewirbt auf seiner offiziellen Website ein zweistöckiges Zimmer, in dessen oberem Bereich man Tennis spielen kann.

Tennis. Im Hotelzimmer.

Sollte das nicht ein entspannter Ausflug werden? Muss man jetzt plötzlich einen Schläger einpacken?

Das ist kein ausgedachter Internetwitz, sondern Teil einer echten Hotelbeschreibung. Das Hotel ist inzwischen fast auf dem Weg zum kleinen Freizeitpark.

3. Wer allein wohnt, übersieht diese Möglichkeit leicht

Wer allein lebt und Besuch empfangen kann, hat bereits einen privaten Ort, an dem man zu zweit entspannen kann: die eigene Wohnung.

Deshalb gibt es wenig Anlass, Hotels auf Karaokeanlagen oder Sportangebote zu untersuchen. Im Kopf bleibt ein Hotel ein Ort zum Schlafen oder für eine kurze Pause.

Erst wenn die Wohnung nicht infrage kommt oder man etwas Neues ausprobieren möchte, wird diese Kategorie plötzlich interessant.

Es sind keine neuen Orte aufgetaucht. Man hat nur eine bisher übersehene Schublade geöffnet.

4. Am attraktivsten ist vielleicht das stille Steinbad

Bei all den kuriosen Angeboten wirkt ein privater Bereich mit warmen Steinen besonders angenehm.

Man muss nicht ständig etwas unternehmen. Ein bisschen Ruhe, ein paar Worte und gemeinsame Zeit reichen vollkommen aus.

Vor der Buchung sollte man auf der offiziellen Website prüfen, welches Zimmer die Ausstattung hat, wie die exklusive Nutzung funktioniert, ob ein Kurzaufenthalt möglich ist, welche Zeiten gelten und wie hoch der Gesamtpreis ausfällt. Ein günstiger erster Eindruck kann je nach Wochentag und Zimmer täuschen. Entscheidend ist außerdem, dass beide Lust auf diesen Ausflug haben.

Gesucht war nur ein ruhiger Ort für zwei.

Gefunden wurde nebenbei ein Hotelzimmer, in dem man Tennis spielen kann.

Offizielle Beispiele: Steinbad, Sauna und Karaoke, reservierbare Freizeitanlagen und Tennis im Zimmer.

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