Beschreibung: Der Auftritt vom 17. Oktober 2026 erklärt: Schuhe als Tierkostüme, präzise Körperkomik und die Jurybemerkung, dass keiner der beiden einfach nur den üblichen Part des Spaßmachers übernimmt.
Der Witz besteht darin, dass beide Figuren vollkommen überzeugt von ihrem eigenen Verhalten sind, obwohl es immer absurder wird. Beim japanischen Sketch-Wettbewerb King of Conte 2026 erhielt das Duo Gerardon am 17. Oktober für eine Szene mit zwei betrunkenen Büroangestellten 671 Punkte. Juror Kenji Yamauchi lobte ihre Bewegungen und bemerkte, dass nicht einfach einer Unsinn macht und der andere ihn zurechtweist.
Was war zu sehen?
Der japanische Sender TBS übertrug das Finale ab 18 Uhr Ortszeit live. Von 3.445 angemeldeten Gruppen erreichten elf das Finale, darunter eine über eine neue Hoffnungsrunde. Gerardon trat als sechstes Duo beziehungsweise Team auf. Zeitnahe Berichte beschreiben, wie Attack Nishimoto mit Schuhen ein Kaninchen und eine Gottesanbeterin nachahmte. Kamichii spielte ebenfalls einen Betrunkenen mit ausladender Körpersprache und zog dabei unter anderem sein Oberteil aus. Diese Einzelheiten stammen aus der Berichterstattung; eine vollständige eigene Sichtung der Originalsendung wird nicht behauptet.
Weshalb sind die merkwürdigen Bewegungen komisch?
Ein Trinkabend unter Kollegen ist ein alltäglicher Ausgangspunkt. Doch die Figuren verhalten sich zunehmend grotesk und halten ihr Tun weiterhin für sinnvoll. Im japanischen Humor bezeichnet boke meist die Person, die den Unsinn liefert, und tsukkomi diejenige, die darauf hinweist. In dieser Szene muss keiner plötzlich vernünftig werden, um dem Publikum die Pointe zu erklären. Die Zuschauer erkennen selbst die Lücke zwischen dem Ernst der Figuren und dem absurden Geschehen. Das ist eine Interpretation der Juryäußerung, keine bestätigte Aussage über die Absicht der Autoren.
Was lobte die Jury?
Yamauchi vergab 98 Punkte und hob die betrunkenen Bewegungen und das konsequente Spiel hervor. Hiroki Akiyama von Hanako fand den Sketch durchgehend lustig und scherzte, das Drehbuch passe womöglich auf ein Blatt Papier. Satoshi Iizuka von Tokyo03 sagte, die Grundidee sei nicht neu, funktioniere aber von Anfang bis Ende hervorragend. Entscheidend war also die Ausführung, nicht ein völlig unbekanntes Konzept.
Wie führte das zum Gesamtsieg?
Gerardon führte nach Runde eins mit 671 Punkten vor Kaerutei (661) und Yahhoi (653). Diese drei traten erneut auf. Gerardons zweiter Sketch spielte in einer Zauberbar und erhielt ebenfalls 671 Punkte. Damit gewann das Duo mit insgesamt 1.342 Punkten; Kaerutei belegte mit 1.309 Punkten Rang zwei. Der Vorsprung betrug 33 Punkte.
Warum war der Sieg für die Gruppe besonders?
Gerardon wurde 2008 von Attack Nishimoto, Kamichii und Yuji Umino als Trio gegründet und erreichte 2021 schon einmal das Finale. Seit 2025 tritt die Gruppe als Duo auf. Nach dem Sieg freute sich Kamichii darüber, gezeigt zu haben, dass die Gruppe sowohl zu dritt als auch zu zweit lustig sein kann.
Fazit
Die Büroangestellten erklären nie, dass sie gerade einen Witz machen. Sie folgen unbeirrt ihrer eigenen Logik, während das Publikum die Absurdität erkennt. Je ernster die Figuren bleiben, desto komischer wirkt die Szene.





