Warum sagte Nanamagari ständig einen Gerardon-Sieg voraus? Der missglückte Psychotrick bei King of Conte

In der japanischen Sendung Marco Polori! vom 25. Oktober 2026 wurde die Vorgeschichte einer richtigen Siegerprognose erzählt: ein Komiker, der alles bestimmt…

Finde die Anomalien
So funktionieren die Lesehilfen

Anhören liest den Artikel vor. Schnelllesen zeigt Wortgruppen im gewählten Tempo. Sprachübungen vergleichen verfügbare Übersetzungen. Speichern legt ein Lesezeichen in diesem Browser an, das du in der Merkliste des Players wiederfindest. Breakout macht die Wörter des Artikels zu Steinen, die du abräumst.

Artikel teilen
Werbung
Werbung

In der japanischen Comedy-Talkshow Marco Polori! vom 25. Oktober 2026 erzählte das Duo Nanamagari, weshalb es immer wieder Gerardon als Sieger von King of Conte genannt hatte. Nach eigener Darstellung sollte das übertriebene Lob auch ein Scherz auf Kosten des Favoriten sein: Wer ständig als sicherer Sieger gilt, könnte an der Erwartung scheitern. Gerardon gewann trotzdem. Nanamagari wurde Letzter und leistete sich hinter der Bühne noch einen besonders unglücklichen Ausruf.

Was ist King of Conte?

King of Conte ist ein jährlicher japanischer Fernsehwettbewerb für komische Spielszenen, ausgestrahlt von TBS. Anders als bei einem reinen Stand-up-Wettbewerb spielen die Gruppen kleine Sketche mit Figuren und Handlung, die eine Jury bewertet. Im Finale am 17. Oktober traten elf Gruppen an, darunter erstmals ein Team aus einer zusätzlichen Hoffnungsrunde. Gerardon, bestehend aus Attack Nishimoto und Kamichii, gewann mit insgesamt 1.342 Punkten aus zwei Auftritten. Nanamagari mit Naoto Morishita und Yuta Hatsuse belegte Platz elf.

Der Mann, der auf jede Frage eine sichere Antwort hat

Bei der Pressekonferenz am 10. September trat Hatsuse als seine Comedy-Figur „Iikiru Otoko“ auf: ein Mann, der auch dann mit voller Überzeugung eine Antwort verkündet, wenn sie noch niemand kennen kann. Die Figur hatte er bereits beim japanischen Solo-Comedy-Wettbewerb R-1 gezeigt. Auf die Frage nach dem Sieger rief er „Gerardon!“. Für Nanamagari sagte er Platz sechs voraus. Nur die erste Prognose traf ein.

Am 25. Oktober erklärte Morishita, dass er einen übermäßig gefeierten Favoriten für anfällig gegenüber Erwartungsdruck hielt. Deshalb habe er bei Siegerfragen möglichst oft Gerardon genannt. Hatsuse scherzte ebenfalls, dass die öffentliche Festlegung dem Rivalen den Sieg erschweren sollte. Gerardon berichtete, dadurch das Gefühl bekommen zu haben, unbedingt gewinnen zu müssen. Das ist die humoristische Rückschau der Beteiligten, kein Nachweis einer Beeinflussung der Jury.

Die Panne im Backstage-Raum

Honma Kid von der Gruppe Yadan schilderte den zweiten Teil. Nanamagari hatte seinen Auftritt bereits hinter sich und war niedergeschlagen. Yadan musste dagegen noch auftreten. Als Gerardon eine hohe Punktzahl erhielt, soll Morishita aufgesprungen sein und laut verkündet haben, dass Gerardon nun sicher gewinne.

Dabei hatte er übersehen, dass Yadan noch im Raum war. Einem Konkurrenten vor dessen Auftritt zu erklären, der Sieger stehe ohnehin schon fest, ist denkbar ungeschickt. Morishita entschuldigte sich sofort und verbeugte sich bei der späteren Erzählung im Studio erneut. Der vermeintliche Meister der psychologischen Taktik hatte versehentlich einem ganz anderen Gegner die Zuversicht genommen.

Warum die Geschichte funktioniert

Die Pointe hat drei Stufen: Lob wird zur vermeintlichen Waffe; der gelobte Rivale gewinnt trotzdem, während man selbst auf dem letzten Platz landet; schließlich wird aus einem Siegesruf eine Entschuldigung, weil noch jemand im Wettbewerb steht. Die Komik entsteht aus dem Gegensatz zwischen ausgeklügelter Strategie und ganz gewöhnlichem mangelndem Fingerspitzengefühl. Es geht nicht um Manipulation der Wertung.

Die Sondersendung lief am 25. Oktober von 12:59 bis 14:34 Uhr japanischer Zeit auf Kansai TV, moderiert von Koji Higashino. Diese Darstellung stützt sich auf sendungsnahe Berichte und zeitgenössische Presseunterlagen; sie behauptet keine eigene Sichtung der gesamten Folge. Aus japanischer Berichterstattung lässt sich auch kein viraler Trend in Deutschland ableiten.

Fazit

„Gerardon!“ war ein Sketch-Spruch und zugleich eine scherzhafte Methode, einen Favoriten unter Druck zu setzen. Die Vorhersage stimmte, der Plan scheiterte. Der beste Schlussgag war ausgerechnet die Entschuldigung bei den Konkurrenten, die noch gar nicht aufgetreten waren.

Quellen (5)

Noch einen Schritt weiter: Mental Load in der Beziehung: Wer macht die Arbeit nach „Ich brauche das“? Wenn der Partner zum Projektleiter der Familie wird

WerbungBücher zu diesem Thema

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (Werbung). Mehr zur Werbung Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. As an Amazon Associate I earn from qualifying purchases.

Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, können Sie die Website unterstützen. Unterstützen

Werbung
Werbung
Werbung

Heute lesen

Jeder Artikel beantwortet eine Frage, die sich Leser dieses Artikels oft als Nächstes stellen.

Alle Artikel durchsuchenMehr zu Beziehungen

Weitere Artikel finden

Alle Artikel

Mendoi-chan

Wer diese Seite betreibt

Mendoi-chan

Sie macht Reibungen im Beruf und Alltag als klare Struktur und konkrete nächste Schritte verständlich.