Blonde Haare, reiche Eltern, ein unerträgliches Selbstbewusstsein und der unbändige Drang, Harry Potter zu ärgern. Verwandelt man Draco Malfoy in ein Mädchen, ohne seinen Charakter groß zu ändern, steht plötzlich die perfekte hochnäsige Schülerin einer romantischen Komödie vor uns.
Im Netz wurde daraus ein besonders gemeiner Witz: Draco nimmt die Gestalt eines Mädchens an, bringt Harry dazu, sich zu verlieben, verwandelt sich zurück und verkündet stolz, dass alles nur ein Streich war.
Harry antwortet: „Na und?“
Am Ende ist ausgerechnet der Urheber des Streichs völlig sprachlos.
1. Warum 2026 plötzlich alle darüber reden
Eine Zeichnung von REDTEN vom 22. September 2026 gab der jüngsten Welle einen kräftigen Schub. Weitere Künstlerinnen und Künstler griffen die Idee auf. Auch der japanische Manga-Zeichner Soichiro Yamamoto veröffentlichte am 2. Oktober eine eigene Version.
Die Vorstellung eines weiblichen Draco gab es schon vorher in Fanzeichnungen. Im Herbst 2026 verbreitete sie sich jedoch besonders stark. Ein im englischsprachigen Netz benutzter Spitzname dafür ist „Malfoid“.
Die Figur ist keine offizielle Neuerung der Harry-Potter-Geschichten, sondern eine Spielerei der Fans mit einer bekannten Figur.
2. Draco bringt die besten Voraussetzungen schon mit
Er ist blond, reich, überheblich und ehrgeizig. Vor allem kann er es nicht lassen, Harry ständig zu provozieren.
In der Originalgeschichte ist das Mobbing und Rivalität. In einer erfundenen Liebeskomödie können dieselben Sticheleien dagegen wie das Verhalten einer stolzen jungen Dame wirken, die ihre Zuneigung auf keinen Fall zugeben möchte.
Jedes empörte „Potter!“ wird plötzlich zu einer neuen Szene. Sogar sein ewiger Verweis auf den Vater passt erstaunlich gut zu einem verwöhnten Mädchen aus einer angesehenen Familie.
Man muss Draco nicht einmal netter machen. Seine unangenehmen Seiten sind der Witz.
3. Die Verwandlung endet, die Gefühle nicht
Was jetzt folgt, ist eine erfundene Fan-Pointe und keine Szene aus den Büchern oder Filmen.
Draco verwandelt sich in ein Mädchen, um Harry hereinzulegen. Harry verliebt sich tatsächlich. Draco nimmt wieder seine männliche Gestalt an und verkündet seinen Triumph.
Draco: „Reingefallen, Potter!“
Harry: „Und?“
Draco: „Wie bitte?“
Harry: „Ich mag immer noch dich.“
Draco: „WAS?!“
Draco hat daran gedacht, den Zauber rückgängig zu machen. Nicht daran, dass sich die Gefühle eines anderen Menschen nicht einfach zurückverwandeln lassen.
Sein Aussehen ist wieder wie vorher. Die Beziehung ist es nicht.
4. Der Meister des entsetzten Gesichtsausdrucks
Draco passt perfekt zu einer Art Komik: Er tritt siegessicher auf, stellt eine Falle und gerät selbst als Erster in Panik, wenn der Plan anders läuft als gedacht.
Mädchen werden. Harry verliebt sich. Zurückverwandeln. Streich aufdecken. Sieg!
Moment mal. Harry ist immer noch verliebt?
Plötzlich fehlen dem angeblichen Sieger die Worte. Sich bei seinem Vater zu beschweren hilft ebenfalls nicht. Die Familie Malfoy betreibt schließlich keine Notfallstelle für Liebesgeständnisse, die zu gut funktioniert haben.
In der offiziellen Handlung sind Harry und Draco kein Paar. Fans spielen hier mit einer bekannten Feindschaft und geben ihr eine völlig andere Richtung.
Den Zauber kann man beenden. Die Folgen des eigenen Streichs nicht so einfach.
Quellen (4)
- Entstehung der Welle und ältere Fanzeichnungen
- REDTENs Zeichnung vom 22. September
- Zeichnung von Soichiro Yamamoto
- Fanbeitrag als Anstoß für den Verwandlungswitz
Die Dialoge sind eine neu formulierte, humorvolle Szene nach einer Fanidee und keine offiziellen Zitate.

