Beschreibung: Eine Statuen-Aufgabe in der BBC-Sendung vom 16. Oktober 2026 ließ harmlose Anweisungen plötzlich anzüglich klingen. Was geschah, warum funktionierte der Witz und gab es die Aufgabe schon früher?
Die Pointe lag vor allem im Bild, nicht in einem ausdrücklich erzählten Witz. Ohne Kopf ähnelten die riesigen Steintorsi einem Penis. Als Sänger James Blunt eines dieser Teile hinter Ross Kemp herschob, bekamen Kemps sachliche Anweisungen zur Positionierung plötzlich einen anzüglichen Beiklang. Die Szene stammt aus Staffel zwei, Folge sechs von The Celebrity Traitors, ausgestrahlt am Freitag, 16. Oktober 2026, um 20 Uhr britischer Sommerzeit auf BBC One.
Weshalb schleppten die Prominenten Steinkörper herum?
In der britischen Promi-Ausgabe von The Traitors unter Moderatorin Claudia Winkleman verstecken sich Verräter unter loyalen Mitspielern. Diese versuchen, die Verräter zu entlarven; gemeinsame Aufgaben erhöhen zugleich das Preisgeld für wohltätige Zwecke. In der betreffenden Folge beantworteten die Teilnehmenden Fragen übereinander, ordneten riesige Statuenköpfe den Körpern zu und stellten die Figuren auf Sockel. Es handelte sich um eine reguläre Spielaufgabe, nicht um einen eigens inszenierten Comedy-Sketch.
Die unfreiwillig komische Form fiel besonders auf, sobald die Köpfe fehlten. Laut einem Bericht vom Sendetag spielte Comedian Joe Lycett vorsichtig auf die Ähnlichkeit mit einem männlichen Körperteil an; Schauspieler Michael Sheen äußerte sich deutlich direkter. Auch Maya Jama, Leigh-Anne Pinnock und Miranda Hart transportierten die Einzelteile weiter.
Was machte Kemp und Blunt so komisch?
Blunt bewegte einen Torso hinter Kemp, während Kemp ihm sagte, in welche Richtung er schieben sollte. Ohne Bild wäre das eine vollkommen normale Absprache beim Tragen schwerer Gegenstände. Doch das Publikum sah die auffällige Silhouette. Gesprochen wurde über Transportarbeit, während das Bild eine ganz andere Pointe lieferte. Genau das ist ein visueller Doppelsinn, auf Englisch double entendre.
Kemp ist in Großbritannien für seine raubeinigen Fernsehrollen und Moderationen bekannt; Blunt als Singer-Songwriter. Wie ernsthaft die beiden ihre Aufgabe erledigten, verstärkte den Kontrast. Daraus folgt nicht, dass sie einen sexuellen Dialog geplant hatten. Die zweite Bedeutung entstand aus dem Zusammenspiel von Bild und gewöhnlicher Sprache.
War diese Aufgabe neu?
Nicht ganz. In Folge neun der dritten Staffel der britischen Ausgabe mit nichtprominenten Kandidaten, ausgestrahlt am 17. Januar 2025, mussten die Spieler große Köpfe und Körper einen Hügel hinauftragen und auf Sockeln zusammensetzen. Die Wiederverwendung des Formats ist belegt. Welche Absicht das Produktionsteam mit der konkreten Form verfolgte, lässt sich daraus nicht ableiten.
Weshalb wurde die Szene aufgegriffen?
Die britische Zeitung The Sun berichtete am 16. Oktober eigens über die ungewöhnlichen Steinteile und den Moment zwischen Blunt und Kemp. Eine separate Meldung der Press Association bestätigte die Kopf-und-Körper-Aufgabe in Folge sechs. Damit ist die britische Berichterstattung dokumentiert; eine gleich große weltweite Verbreitung ist nicht gemessen.
Fazit
In einer Show, in der alle verborgene Identitäten aufdecken wollen, entdeckte das Publikum zuerst eine unerwartete „Identität“ der Statue. Eine schlichte Anweisung zum Verschieben eines Steins wurde durch das Bild zum Witz. Grundlage sind zeitgenössische Berichte und Programmdaten; die vollständige Originalfolge wurde für diesen Text nicht selbst angesehen.





