Beschreibung: Cohens Essay vom 20. Oktober 2026, die britischen TV-Ursprünge der Figur, die Komik ihrer Interviews und die Kritik am neuen Film.
Cohen sagt, Ali G komme gerade wegen seiner veralteten und umstrittenen Eigenschaften zurück. Ein ahnungsloser Interviewer soll mächtige Menschen dazu bringen, absurde Fragen ernsthaft zu beantworten und dabei womöglich Vorurteile offenzulegen. Allerdings steht auch die kulturelle Verkleidung der Figur in der Kritik.
Was geschah am 20. Oktober?
Am 20. Oktober 2026 veröffentlichte Cohen einen eigenen Essay in TIME. Sony Pictures Großbritannien nennt den 23. Oktober als Kinostart für Ali G: Who Iz I?. In der fiktiven Geschichte erfährt Ali, dass seine Freundin Julie schwanger ist, und versucht in Amerika erneut berühmt zu werden. Das ist die Filmhandlung, keine Privatnachricht über den Schauspieler.
Ali G debütierte 1998 in The 11 O'Clock Show auf Channel 4 und wurde durch Da Ali G Show bekannt. 2002 erschien der Film Ali G Indahouse.
Warum sind die Interviews komisch?
Ali G ist ein weißer Brite aus Staines, der oberflächlich Elemente des amerikanischen Hip-Hop und der jamaikanischen Kultur imitiert. Er gibt sich als kluger Interviewer aus, fragte den Astronauten Buzz Aldrin aber einmal, ob man auf der Sonne spazieren gehen könne. Zuerst lacht man über seine Unwissenheit. Dann über einen Experten, der die Frage tatsächlich ernsthaft beantworten will. Cohen sagt, so sollen Gäste unvorsichtig werden und ihre Vorurteile zeigen. Das ist die erklärte Absicht des Erfinders.
Der aktuelle Witz mit vier Uhren
In einem am 18. Oktober erschienenen Guardian-Interview blieb Cohen in seiner Rolle. Ali tat so, als habe er das Zeitungsinterview mit dem Videoformat Chicken Shop Date verwechselt, und traf den Reporter in einem Hähnchenladen in Staines. Er trug vier Uhren für angebliche Zeitzonen benachbarter Orte. Der Weltstar bewegt sich kaum über seine Nachbarschaft hinaus.
Kritik und Fazit
Kritiker sehen in künstlichen Dreadlocks, nachgeahmtem Akzent und Rastafari-Symbolen die Gefahr kultureller Stereotype. In Großbritannien gab es auch Aufrufe, den Film nicht zu zeigen. Cohen entgegnet, verspottet würden Alis Dummheit und jene Autoritäten, die ihn ernst nehmen. Die Absicht des Künstlers und die Wirkung auf Zuschauer sind unterschiedliche Fragen.
Am 21. Oktober steht der reguläre britische Kinostart noch bevor. Wenn jemand vier Uhren für Nachbarorte braucht und trotzdem Mächtige interviewt, wer sieht am Ende eigentlich dumm aus?




